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aber darum ist Gefühl eigener Würde nicht Stolz Lei demMann, der sich auf der einmal erstiegenen Höhe festhält.Strenge Wahl der Gesellschaft ist kein Eigensinn, wenn mandas kurze Leben nickt vertändeln will, unter leeren Köpfen,die ein Compliment, wie ein Sonnenstrahl Mücken, herbei-zieht. In dem Kreise seiner Freunde, unter Menschen, dieer schätzt, ist er gütig, sanft, bescheiden; dann theilt er sichmit, hört sittsam zu, ergießt sich vertraulich, und nimmt alleHerzen ein. Um die Gunst der Mächtigen buhlt er nicht,ob er sie gleick nicht cinisch verachtet; aber er glaubt, daßein wahrer Gelehrter klüger ihren Umgang meidet, weil sichFreiheit nicht mit der nothwendigen Ehrfurcht für ihre Lau-nen vereinigen läßt. Einer lebt indeß, der in allen Kampf-spielen der Tugend pulveren, cvllixit olzmpicuw, und Hel-den-, Bürger-, Dichter- und Weisheitskronen ersiegt hat.Friedrich schätzt ihn und schreibt ihm sckönere Briefe, alsTrajan dem PliniuS sckricb, ohne dafür zu verlangen, daßer ihm eine Lobrede vorlese. Wenn Alembert von ihm, vonseinem Aufenthalt in Sans-Toucy redet, so glänzt seinAug', und sein Ausdruck erwärmt sich. „Man kennt," sagter, „diesen König allein durch seine Thaten; die Geschichtewird sie nicht verschweigen; aber was er für die Wenigenist, die mit ihm leben, verkündigt sie nicht, wie er danndurch treffenden Witz entzückt, durch reine Vernunft unter-richtet, allen Gram und alle Wonne der Freundschaft theilt,zärtlich liebt und wieder geliebt wird. So ein König,"spricht er, „steht für die Menschen und für die Menschen-herrscher, wie die Regel des Polyklet für alle Künstler, da."
KatharinenS Ruf und sein Entschluß, ihn abzulehnen,verherrlicht sie beide. Es war ihrer Tugend gemäß, fürihre» Sohn einen Erzieher zu wünschen, den das Urtheil