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Beschreibung der in England seit 1759. angelegten, und jetzt gröstentheils vollendeten schiffbaren Kanäle, zur innern Gemeinschaft der vornehmsten Handelsstädte : Nebst einem Versuch einer Geschichte der inländischen Schiffahrt, und aller, bis jetzt, in- und außerhalb Europa bekannten schiffbaren Kanäle / Von J. L. Hogrewe ...
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55
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XI. Kanaͤle, in den vereinigten Niederlanden. 55dem groͤſten und reichſten Dorfe dieſer Provinz, das beſonders wegen der dabenbefindlichen Menge Windmuͤhlen, deren Anzahl ſich uͤber 900 belaͤuft, beruͤhmtiſt, nach Puͤrmerend. Dieſe beiden Kanaͤle vereinigen ſich bey Oſthuiſen, undgehen nach Horn; doch ehe man dahin gelanget, faͤllt bey Groothuiſen, einanderer von Alkmar kommender Kanal, in ſelbigen.

Zu Saardam liegen an dem Ye, drey ſteinerne ſchiffbare Kaſtenſchleuſen,durch welche der Saane-⸗Fluß ſeinen Abfluß hat. Dieſe Schleuſen haben, auſſerdenen in der Mitte derſelben befindlichen Noththuͤren, noch ein Paar niedrigeThuͤren, die gegen die Landſeite aufſchlagen, damit bey trockner Zeit, durchSchlieſſung derſelben, das Waſſer in denen Kanaͤlen in der nothigen Hoͤhe er-halten werden koͤnne. Bey Puͤrmerend, ſind verſchiedene kleine, ſchiffbare,

hoͤlzerne Schleuſen.

Von Horn gehen zwey Kanaͤle ab, als, einer nach Enckhuiſen, und derandere nach Medenblick; in letztern faͤllt, bey Abbekerck ein dritter, der vonAlckmar koͤmmt, ſo wie denn auch von eben genannter Stadt, ein Kanal nachSaar dam, und von da uͤber das Ye, nach Amſterdam gehet.

Zu Eydam, liegt in dem, laͤngſt der Zuider-See hergehenden Deiche,eine ziemlich große Schleuſe, die bey ſehr hohen Fluthen, die aufgeſchwelleteSee abhaͤlt, in den Hafen und Kanal einzudringen, und durch welche bey ge—wohnlichen Waſſer, das uͤberfluͤſſige Binnenwaſſer ſeinen Abfluß hat.

Da der groͤſte Theil dieſes Landes niedriger als die See lieget, ſo hat man,um die Laͤndereyen ins trockne zu ſetzen, bis jetzt noch kein ander Mittel ausfin—den koͤnnen, als: das Land zu beiden Seiten der Kanaͤle, in gewiſſe mit Dei—chen eingeſchloſſene Diſtricte, die man Poldor nennet, zu vertheilen, und ausſelbigen, vermittelſt Waſſerſchoͤpfmuͤhlen, die durch den Wind in Bewegunggeſetzt werden, das Waſſer in die hoͤher belegene Kanaͤle zu mahlen. Die mehr-ſten dieſer Muͤhlen, haben Schoͤpfraͤder, wodurch das Waſſer 4 bis 5 Fuß hoch

gemah-