Band 
Erster Theil.
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bern Tag auf den Weg. Ich war mein eigener Kutscher,und das Roß gar fromm und brav. Unterwegs pflog ichvorübergehend im Geist Gespräche, die ich in Magdeburgmit dem Grafen halten wollte, um mich ihm von der glän-zendsten Seite zu zeigen, — oder mit Friederiken, wenn ichsie im Pfarrhause herumführen würde, und sagen könnte:sieh', Engel, dies ist dein Königreich. Zur Abwechslung hieltich im Geist auch wohl eine Antrittspredigt in der Kirche,vor allem versammelten Volk, das in mir seinen Seelenhir-ten ehrte, und vor der anwesenden hohen Herrschaft. Ichsprach sehr rührend; kein Auge in der Gemeinde blieb trocken.Man betete mich fast an. Meine Friederike fiel mir umden Hals, und gab mir den süßesten alles Lohns, ei-nen Kuß.

Zu Brandenburg war im Wirthshause Alles sehrlebendig. Man sprach von großen Schlachten, die zwischenNapoleon und dem geliebten König vorgefallen seyn sollten;Prinz Louis Ferdinands Heldentod bet Saalfed seyfurchtbar gerächt worden; in den Thüringer Wäldern hem-men die Leichname der erschlagenen Weltüberwinder denLauf der Ströme. — „Und wie ist's dem Kaiser Napoleongegangen?" fragte ich dazwischen. — Man vermißt'ihn. —„Und der Marschall Lannes?" — Todt. — „Und Da-voust?" — Todt! — „Und Ney?" — Todt! Allestodt! —

Da konnte ich mich nicht länger halten — ich griff nachmeiner Tasche, um die Siegeshymnen hervorzuziehen. Ei«alter Mann hinter mir setzte seine Pfeife ab, und bücktesich, wie von ungefähr, und murmelte mir mit der tiefstenBaßstimme in's Ohr: „Wollte Gott, es wäre an dem!