Band 
Erster Theil.
Seite
51
JPEG-Download
 

die Geschichte meiner Gefangennahme, und wie ich brerChasseurs bis in's Lager verfolgt habe, erzählt hatte, nachmeinem Rang. — Was sollte ich antworten? DesignirterPfarrer? Nsitre en srt»? vocteur eil ptiilosopkie? — dieHerren hätten mich für wahnsinnig gehalten.

Karl der Große hatte mich zu seinem Generaladjutan-ten erhoben. Also antwortete ich dem Frager ohne Beden-ken: „^ch'otsnt-xeiiei'sl." — Kleider machen Leute; aberTitel auch. Ick mußte mich sogleich mit zum Frühstückniedersetzen — kalten Braten, Malaga, Liqueur. Der hu-mane Oberst sagte mir einige Worte des Trostes wegenmeiner Gefangenschaft: „Das ist der Wechsel des KriegS»glücks. Vor fünfzig Jahren hatten die Herren PreußenFriedrich den Großen, wir ein Roßback; jetzt habe«wir Napoleon den Großen, Sie ein Jena."

Kriegsgefangenschaft.

Die Offiziere setzten sich zu Pferde. Ich ward derWache im Lager übergeben. Den alten Fieberfrost hatteich noch immer nicht verloren; darum befreundete ich michder Gluth des Wachtfeuers.

Was mag aus dem Lieutenant Leonidas und seinertapfern Schaar geworden seyn? was aus der Königin mitihrem gesprengten Fasse? seufzte ich. Und was wird aus