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das sich zu retten suche. E« gehe kein Tag ohne Mord undTodtschlag und Plünderung vorüber. — Ich nickte schau-dernd mit dem Kopf. — Man wolle mich und das Mam-sellchen eine oder zwei Stunden vor Tag wecken; ich käme»och immer zu guter Zeit an Ort und Stelle; meine Herr-schaft würde gewiß nicht schmälen. — Das glaubte ich selbst.— Also blieb ich. ES that mir, den Rossen und dem„Mamsellchen" wohl. Doch beschloß ich, früh aufzubrechen,denn ich berechnete psychologisch gut, des Morgens müssedie Straße am sichersten seyn, weil die, welche gut finden,sich des Nachts in Gefahr zu setzen, sich aus Ermüdung oderFurcht vor Tagesanbruch verbergen; und die, welche amTage wandern wollen, dazu nicht die Nacht zu wählenPflegen.
Mein Stallbett, auf dem ich nur bangen Schlummerhatte, fesselte mich nicht lange. Als es in der Dorfkirchevier Uhr schlug, war ich bei meinen Pferden, herrlichenKutschgaulen. Ich machte Lärmen im Haus. Während derKnecht anspannte, beleuchtete ich mit der trüben Laternemein neues Eigenthum, die Chaise. Der Kasten war vonmehren durchdrungenen Flintenkugcln durchlöchert. Im Wa-gen lag eine Säbelscheide, ohne Säbel, in einer der Seiten-laschen befand sich eine zierliche Tabakspfeife mit silberbe-schlagenem Meerschaumkopf, dabei ein seidener Tabaksbeu-tel mit Stickerei, Vergißmeinnichtchen und darum die zärtli-chen Worte: 8ouve»ir <le i'nmitiö. Vermuthlich galanteEroberung meines ehemaligen Herrn, des Ewployö, von ir-gend einem deutschen Mädchen. Der Kasten des Wagensiz-zes war fest verschlossen; den Schlüssel hatte der Employe«noützerweise behalten.
Die Wirthin kam und erzählte mir gähnend haarklein,«a« ich und meine Pferde Alles gegessen und getrunken