Prinzessin, als Maitresse zu sich nehmen und adeln lassenwollten. Und der Geist, der Sie abprügelte, war OberstKalt, der Handlanger des Prinzen. Darum ging es mit Ih-rer Vermählung den Krebsgang. Machen Sie sich keineHoffnung länger; Sie warten vergebens. — So hat dieMarschallin dem Herzog gesagt und ist verschwunden."
Philipp schüttelte den Kopf und brummte: „Das sindmir auch saubere Geschichten! Solcher Streiche schämt mansich ja im gemeinsten Pöbel. Was Teufeleien und keinEnde!"
„Nein!" rief der Oberst, „Rasenderes, Pöbelhaftereskann man nicht thun, als die Marschallin. Das Weib mußeine Furie seyn. — Gnädigster Herr, retten Sie mich."
— Wo ist denn der Herzog? fragte Philipp.
„Der Kammerjunker sagte, er sey schnell aufgestandenund habe bloß gerufen: Ich gehe zum König! — DenkenSie, Prinz, wenn der zum König geht und unsere Historienach seiner Art malt!"
— Ist denn der König hier?
„Allerdings. Er spielt im Nebenzimmer mit dem Erz-bischof und dem Polizeiminister l'Hombre."
Philipp ging mit großen Schritten durch das Kabinet.Hier war guter Rath theuer.
„Königliche Hoheit," sagte der Neger, „retten Sie mich.Es gilt Ihre eigene Ehre. ES wird Ihnen leicht seyn.Uebrigenö bin ich auf Alles gefaßt und bei'm ersten bösenWind über die Grenze. Ich packe ein. Morgen erwarte ichIhre letzten Befehle über mein Verhalten." — Mit diesenWorten verschwand der Neger.