Band 
Erster Theil.
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6 .

„ES ist hohe Zeit, daß du wieder Nachtwächter wirst,Philipp!" dachte Philipp bei sich selber. „Du verwickelstdick und deinen Substituten in gottlose Händel, aus denendich und ihn weder seine, noch deine Klugheit rettet. — Dasalso wäre der Unterschied zwischen einem Nachtwächter undeinem Prinzen? Dafür wend' ick keine Hand um. LieberHimmel, wie viel tolle Dinge geschehen bei den Erdengöt-tern hier unter'm Hofhimmcl, wovon wir uns auf Erdenbei Nachtwächterhor» und Webstuhl, bei Spaten und Leistennichts träumen lassen! Man bildet sich ein, die Götter führ-ten ein Leben wie die Engel, ohne Sünde, ohne Sorgen.Saubere Wirthschaft! Ich habe in einer Viertelstunde hiermehr Bübereien gut zu machen, als ich in meinem ganzenLeben begangen habe."

„So einsam, mein Prinz?" flüsterte hinter ihm eineStimme: „Ich preise mich glücklich, Ihre königliche Hoheiteinen Augenblick allein zu treffen."

Philipp sah sich um. Es war ein Bergknappe in Gold,Seide und Juwelen. — Was wollen Sie? fragte Philipp.

„Nur einen Augenblick gnädigstes Gehör!" antworteteder Knappe. „ES ist dringend, das Resultat Ihnen viel-leicht lieb."

— Wer sind Sie denn, Maske, wenn ich fragen darf?

„Graf Bodenlos, der Finanzministcr, Ihrer königlichen