war so ungestüm, daß man, um kein verrätherisches Ge-räusch zu machen, wohl das Sträuben aufgeben mußte. Sievergalt beu Kuß und sagte: „Philipp, nun geh'!"
Er aber ging nicht, sondern sagte: „Da wäre ich wohlein Narr. Meinst Du, ich hätte mein Rachtwächterhornlieber, als Dich? Mit nichte«, Du Herzchen."
„Ach!" seufzte Röschen, „eS ist doch aber nicht recht."
„Warum denn nicht, Du Närrchen? Ist denn das Küs-sen in Deinen zehn Geboten untersagt?"
„Ja," sagte Röschen, „wenn wir uns einander habendürften, dann wär' es etwas Anderes."
— Haben? wenn es nichts Anderes ist: alle Tagekannst Du mich haben, wenn Du willst.
„Ach, Philipp, wie sprichst Du auch heute so wunderlich!Wir können ja daran noch nicht denken."
— Wahrhaftig, ich denke aber ganz ernstlich daran.Wenn Du nur willst.
„Philipp, hast Du ein Räuschcheu? Ob ich will? Geh',Du beleidigst mich. — Höre, Philipp, mir hat die letzte Nachtvon Dir geträumt."
— War's was Schönes ?
„Du habest in der Lotterie gewonnen. Philipp, da hat-ten wir Beide Jubel. Du hattest Dir einen prächtigen Gar-ten gekauft. Kein schönerer Garten ist in und außer derStadt. Alles hatten wir da vollauf; Blumen an Blumen,wie ein Paradies, und große Beete voll des feinsten Gemü-ses, und die Bäume hingen schwer von Obst. Ich ward