als ein Paar schöne Röcke, Spitzen und Bänder und Lieb-schaften, Romane und Faulheit. Herr, ich spreche aus Er-fahrung. Wären unsere Bürgerstöchter nicht so verderbt,ich wäre längst verheirathet."
Alle Umstehenden erhoben ein gellendes Gelächter. DerLieutenant streckte langsam das Gewehr vor den beiden spa-nischen Röhren und sagte verdrießlich: „Das fehlte auch noch,hier von dem bürgerlichen Pack Bußpredigten zu hören!"
„War, bürgerliches Pack?" rief ein Nagelschmied, derdas zweite spanische Rohr führte: „Ihr adeligen Müßiggän-ger, die wir Euch mit unsern Steuern und Abgaben fütternmüssen, wollt Ihr von bürgerlichem Pack sprechen? 'EureLiederlichkeit ist an allem Unglück in unsern HaushaltungenSchuld. ES blieben nicht halb so viel ehrliche Mädchensitzen, wenn Ihr hättet beten und arbeiten gelernt."
Nun sprangen mehre junge Offiziere dazu; aber auchMeister und Handwerksbursche sammelten sich. Buben mach-ten Schneebälle und ließen davon in den dicksten Haufen flie-gen, um auch ihre Freude dabei zu haben. Die erste Kugeltraf den vornehmen Lieutenant auf die Nase. Dieser hieltes für Angriff des bürgerlichen Packs und erhob abermalsden Stock. Das Treffen begann.
Der Prinz, welcher nur den Anfang des Wortwechselsgehört hatte, war längst wohlgemuth und lachend davon ge-zogen in eine andere Straße, unbekümmert um die Folgenseines Gesanges. Er kam an den Palast des Finanzmini-sters Bodenlos. Mit diesem Herrn stand er nicht im bestenVernehmen, wie das schon Philipp erfahren hatte. Juliansah alle Fenster erleuchtet. Die Gemahlin des Ministershatte große Gesellschaft. Julian, in seiner satyrischen Poe»