Band 
Zweiter Theil.
Seite
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Das war den römischen Herren willkommen, damit dasVolk nicht an das Bessere dächte, sondern weichlich undzinsbar bliebe; daß es unkriegerisch die Führung der Waf-fen verlernte und von Gau zu Gau nicht einträchtigerwürde, sondern in knechtischer Demuth sein Heil und seinWeh' aus der Hand der Gebieter schweigend empfinge.

Aber wehe dem Lande, auf dessen Richterstüh-len Fremdlinge sitzen und an dessen PfortenFremdlinge wachenl Wehe dem Volke, welchesmit der Macht des Auslandes schön thut und un-ter sich selbst hadert! Wehe den Leuten, welcheGold sammeln, aber das Eisen nicht kennen, mitdem das Leben geschirmt wird!

Die Helvetier, in wehrloser Sicherheit, standen immer-dar jeder Gefahr bloß. Sie hatten das Vergangene ver-gessen, darum sahen sie das Zukünftige nicht. Also warmsie zum Untergänge reif. Auch kam der Tag des Ver-derbens alles Volkes über sie mit Schrecken, ehe dennsie eS glaubten.