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auch die WifllSburg über der Asche von Aventicum. Aufder Höhe am lemanischen See, wo sonst ein römisches Lau-sonium gestanden war, gründeten sie Lausanne neu, undviele andere Orte.
Dann kamen von Mittag über die höchsten Alpen herabdie vielgewaltigen Gothen. Schon war Italien ihr Raubgeworden, nun ward es auch ganz Rhätien mit seinen Thä-lern und weidereicben Gebirgen. Die gothische Gewalt gingweit hinaus über den Wallensee bis zu den Gittern (denkleinen Strömen im Appenzellerland), über den Gotthard indie Thäler von Uri, nicht minder in Glarus. Greuel wardaller Orten.
Es verschwand nun Kunst und Gewerb des Alterthums,Gesetz und Uebung der Vorwelt, Sitte und Sprache, die bis-her gegolten. Selbst der Name Helvetien ging verloren.Man hörte nur von Allemannen, Gothen und Burgundern.
Wohin der Alle manne kam, ließ er die Stadt öde.Er saß auf einem Meierhof oder Weiler. Die Leibeigenenmit ihren Weibern und Kindern mußten seine Hirten, Feld-hauer und Handwerker seyn. Denen er wohl wollte, verlieher unveräußerliche Grundstücke um Bodenzins und Drohn»dienst. Seine Heerden nährten ihn mit Fleisch, Milch undKäse. Alles Land war Viehweide und »«getheilte Bllmend.Der einst urbar gewesene Boden verwilderte. Wo sonst derrdmifwe Pflug gegangen, wurden Gehölze. Um den Boden-see wucherten große Wälder, voller Bären und Wölfe.
Der Gothe im hohen Rhätien war wohl auch kriege-rischen Sinnes, doch hatte er schon mildere Sitte. Er machtezwar das Volk auch leibeigen, aber ließ ihm seine altenUebungen. Er zerstörte nicht die römischen Burgen, die er