Band 
Zweiter Theil.
Seite
39
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Von den Völkerschaften in den Bergen von Schwyz,Appenzell, Rhätie« und Wallis.

(Vom Jahr I2vo bis zum Jahr I2S0.)

Hinter den Seen, am Fuß des Hochgebirges, wohin voruralten Zeiten, vielleicht aus den Römerzeiten, die letztenKymern geflohen waren, lebten deren Nachkommen entferntvon der Welt. Kein Allemann, kein Burgunde, kein Frankehätte sich in ihre armen und grauenvollen Wildnisse wagenmögen. Ungestört weideten sie ihre Heerden auf unbekann-ten Bergen und Alpen. Man sah an ihren Felsen keineRitterburgen, in ihren Thälern keine Stadt. Lange hatte»die Bruchenburen nur eine einzige Kirche; die stand imMouttathale: dahin zog das Volk aus Schwyz, Un-terwalden und Uri. Die Leute dieser drei Thalschaftenwaren alle einerlei Stammes, hatten auch lange, gleichwienur eine Kirche, nur eine gemeinsame Obrigkeit. Zu derwählten sie aus ihrer Mitte erfahrne, redliche Männer.

Nachdem dort aber der Leute zu viel geworden waren,baute jede Landschaft ihre eigenen Kirchen und wählte eige-nen Landammann, Rath und Gericht. So trennten die OrteSchwyz, Uri und Unterwalden ihre Gemeinwesen, handelten aber dock in wichtigen Dingen wie eine ungetrennteGemeinde. Später sonderten auch die Leute in Unterwaldenob dem Kernwald ihre Sache von denen, die in den Dör-fern nid dem Kernwald wohnten, und beide Theile Unter-waldens hielten fortan abgesondert Rath und Gericht. Denndie ob dem Walde hatten nach altem Herkommen, weil