Hoch loderten die Freudenfeuer auf den Alpen.
Mit den Leuten von Schwyz zog Stauffacher an be«Lowerzersee und brach die Burg Schwanau daselbst ab.—Es zogen die Leute von Uri hinaus, und Geßlers Twinghofward eingenommen.
Hoch loderten die Freudenfeuer auf den Alpen.
Das war der Freiheit Neujahr. Am nachfolgenden Sonn«tag kamen die Boten der drei Länder zusammen und beschwo-ren den uralten Bund wieder auf zehn Jahre; und der Bunddauerte ewiglich und ward oft erneut. Sie hatten ihr altesRecht an sich genommen, keinen Tropfen Bluts vergösse«und nichts beschädigt von Allem, was dem Könige oder wasHabsburg im Lande angehörte.
Der König Albrecht, wie er die Begebenheiten ver-nahm, ward höchlich entrüstet, ließ Kriegsvolk sammeln undritt in Begleitung vieler vornehmen Herren in den Aarga«.Auch sein Neffe und Mündel, Herzog Johann vonSebwa-ben, war bei ihm, dem er das väterliche Erbtheil beständigvorenthielt. Wie sie nun am ersten Mai, von Baden abge-reist, bei Windisch über die Reuß gefahren waren, schrie Her-zog Johann: „Hier der Lohn des Unrechts!" und stieß demKönige den Speer durch den Hals. Andere Herren, ver-schworen mit dem Herzog» thaten wie er. Ritter Rudolphvon Balm rannte dem Könige den Spieß in den Leib,Walther von Esckenbach spaltete ihm das Haupt. DieAndern standen da, voll Entsetzens vor der Missethat. End-lich flohen Alle aus einander. Der Kaiser der Deutsche«starb im Schooß eines armen Weibes, das eben an derStraße stand.