und Herren und großer Macht. Gegen Obwalden über denBrünig zog sein Graf Otto von Skraßberg mit viertausend.Mehr denn tausend Streiter wurden durch die Amtleute zuWillisau, Wollhausen und Luzern gerüstet, um da«Land Unterwalden vom See her zu überfallen. Der Her-zog selbst rückte mit dem Kern seiner Schaaren aus Är-gert auf Morgarten gegen das Gebirg der Schwyzer.Diele Stricke führte er mit sich zur Hinrichtung der Vorste-her dieses Volkes.
Die Eidsgenossen, sich seiner Macht zu wehren, lager-ten mit dreihundert Mann auf der Höhe bei der EinsiedlerLandmarch. Es waren zu den Schwyzern vierhundert vonUri, dreihundert von Unterwalden gestoßen. Auch fünfzigaus Schwyz verbannte Männer kamen und baten, ihr Va-terland durch Heldenthat wieder zu verdienen. Wie nun amsechzehnten Tage des Wintermonats 1315 die viel tausendgeharnischten Reiter im blutrothen Strahl des Morgens amGebirge heraufzogen, drangen in einer kleinen Ebene beider Haselmatt und am großen, begraseten Vorsprung desBerges die Eidsgenossen mit großem Geschrei auf sie ein.Die fünfzig Verbannten wälzten von den Höhen der Sigler-Flur zerschmetternde Felsstücke, und brachen dann aus Mor-gen-Nebeln hervor in den bestürzten Feind. Da ward un-ter den Schaaren des Herzogs große Verwirrung, zuletztFlucht und Verderben. Den Schwyzern voran mit Ruf undThat Heinrich von Ospenthal, die Söhne des GrafenReding von Biberegg, der den Entwurf der Schlachtgegeben. In den Engweg, zum Aegerisee nieder, ward derFeind eingedrängt. Unter Hellebarden und Morgensternender Hirten fiel die Blüthe des Adels im Morgarten. Leo-pold entkam mit Noth den siegreichen Verfolgern. Dann