eilten folgenden Tages die Ueberwinber über den See derWaldstätte gen Unterwalden; da schlugen sie mit Macht dieLuzerner, daß derselben viele im See ertranken. Straßbergsah e« und floh erschrocken. Darauf, nach dem großen Hel-dentage, erneuerten die Eidsgenossen den alten Bund: Allefür Einen, Einer für Alle zu sterben) ohne Willen Aller inkeine Verpflichtung gegen das AuSland zu treten) doch frem-des Gut nnd Recht im Lande zu ehren, wie eigenes.
Die Freiheitsfchlacht bei Sempach.
<Vom Jahr 1385 bis 1387 .)
Nun will ich erzählen von viel blutigerm Streit umFreiheit, der in den Feldern von Sempach und Näfels wi-der Oesterreich und die Ritter gestritten worden ist.
Der Adel, wie immer, haßte unversöhnlich die Frei-heit des Volks. Er drückte die unterthänigen Bauern undthat hoffährtig gegen die Eidsgenossen. Und er dünkte sich zuAllem mächtig, weil eS der Herzog von Oesterreich mit.ihmhielt, der die Eidsgenossen durch neue Zölle drückte, welcheer in seinen Erblanden stellte, um ihren Handel zu schwä-chen. Wie nun eines Tages ein Haufen kecker Luzerneraufgebrochen war und voll Grimmes die Mauern des Schlos-ses Rothen bürg, wo neuer Zoll stand, in den Graben