Band 
Zweiter Theil.
Seite
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gestürzt hatte; und wie in eben denselben Tagen die vielge-plagten Entlibuck er, denen ihr Oberherr, Peter vorrThorberg, die Abgabe» vermehrt hatte, die Luzerner umSchirm ihrer Rechte und um bürgerliches Zusammenhaltenmit ihnen baten, und Luzern auch ihrer Bitte zusagte: d«erhob sich der Krieg gegen die Twingherren.

Peter von Thorberg ließ die Männer ausEntlibuch,welche Urheber des Bundes mit Luzern gewesen, schmählichhinrichten, und streifte verwüstend bis vor die Stadtthore»Und Herzog Leopold von Oesterreich kam und schwor, dentrotzigen Eidsgenossen Strafe zu bringen für so viel Unheil,das sie ihm schon und seinem Hause zugefügt hätten. «NunKriegsgeschrei, nun Geräusch der Rüstungen weit umher.Die Eidsgenossen hielten eilfertig einen Tag. Nur Bernfehlte, weil der Stillstand dieser Stadt mit Herzog Leopoldnoch nicht ganz verflossen war. Indessen kündeten hundertund siebenundsechzig geistliche und weltliche Herrschaften nacheinander in wenigen Tagen den Eidsgenossen Verderben,Krieg und Untergang an.

Diese aber erschienen jählings in Waffen, ohne alleFurcht. Manche Burg ward stracks von ihrer Faust gebro-chen: Rümlang an der Glatt, Mörsburg, S-benkemam Berg bei Surfte, Windegg im Gasterland. Die Feindehinwieder, nicht träge, erschlugen, mit Hilfe Verraths derBürger von Mayenberg, viele der dort in Besatzung lie-genden Zuger und Luzerner; darüber mußte der Ort inFlammen aufgehen. Hinwieder Reichensee, den Eidsge-nossen treu, mußte ebenfalls die Treue mit dem Brand sei-ner Häuser und mit Niedermetzelung seiner meisten Bewoh-ner büßen, also daß selbst des unmündigen Kindleins an derMutter-rnst nicht geschont ward.