Band 
Zweiter Theil.
Seite
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Verein der drei Bünde in Rhätie». Zwietracht inBern. Anfang des burgundischen Krieges.

(Vorn Jahr I4K9 bis 1478.)

An allen jenen Kriegen und Unruhen, welche selbst um«ineö Plapparts willen die Schweiz erfüllten, haben dieBündner im hohen Rhätien keinen Antheil genommen.Diese lebten damals in der ersten und unschuldigen Liebeder Freiheit und des ewigen Rechts, das allen Menschengehört. Sie waren noch, wie die ersten Eidögenossen, welche«icht das edle Kleinod der Freiheit für sich wollten, sondernes auch Andern gönnten; nur ihre Unabhängigkeit von Ge-walt und Willkür großer Herren und Fürsten begehrten,aber keine Unterthanen und Leibeigene zu erkaufen oder zuerobern verlangten, die von ihnen abhängig seyn sollten.Um theures Geld mackten sich viele Thäler im Oberbundemnd im Gotteshausbunde, auch im Zehngerichtenbunde, vonder Zinsbarkeit ihrer alten Oberherren loS; sie thaten eSnirgends mit Gewalt und Aufruhr. Aber wenn die großenHerren gewissenlos den freien Landleuten und deren wohler-worbenem Recht das abgeschüttelte Joch wieder auflege»wollten: dann stürzte das Volk mit den Waffen in der Faustund mit Löwengrimm in der Brust gegen die Feinde seinesRechts und Glücks, und siegte, gleich den ersten Eidsgenos-sen. ES liegen viel stolze Herren im Schamserthal (1450)erschlagen und begraben, die einen schwarzen Bund ge-gen die Enkel Johanns des Chaldars geschworen hatten.