sie wehmüthig um Beistand an, und selbst in Deutschlandder Kaiser munterte sie gegen Burgund auf. Sie hattenwohl nicht über den Herzog zu klagen, obgleich dessen Land-vogt, Peter von Hagenbach, fahrlässig gewesen, wenn durchseine Leute schweizerische Kaufleute auf der Reise durchBurgund übel behandelt worden waren. Allein sie wider-standen den Bitten des Königs Ludwig und seiner Frei-gebigkeit nicht länger, zumal die kriegslustige Jugend in denSchweizerstädten nach neuen Heldenthaten dürstete. AuchOesterreich, Lothringen und andere Herrschaften auf deutschemBoden hatten sich gegen Burgund vereint.
Also schlössen die EidSgenossen den französischen Bund(1474) und fielen mit achttausend Mann in Hochburgundraubend und brennend ein, und die Lothringer und Oester-reicher desgleichen mit zehntausend Mann, Zu den Eidsge-nossen waren auch Baseler, Freiburger, Schaffhauser,St. Galler gestoßen. Die Alle hauseten furchtbar, und wervon Grafen und Herren im Waatland burgundisch war, dermußte ihre schwere Hand fühlen, so wie der Herzog vonSavoyen, der mit Karl dem Kühnen zusammenhielt. Bei-ner und Freiburger nahmen Murteu, das mußte ihnenGehorsam schwören. Weit, längs dem Lemanersee, herrsch,tcn die Waffen der EidSgenossen. Viele Schlösser gingen inden Flammen auf rechts und links. In die Burg vonGrand son am Neuenburgersee legten sie Besatzung. Auchdie Walliser traten zu ihnen und halfen gegen die großeMacht des feindlich gewordenen Savoyens.
Wie nun die Schweizer im vollen Kampf standen fürden französischen König und den Kaiser in Deutschland,wurden sie «»vermuthet von beiden verlassen durch schwerenWortbruch. Zuerst machte der Kaiser Frieden mit dem Her-