Band 
Zweiter Theil.
Seite
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zog von Burgund, und zwölf Wochen später schloß der Kö-nig von Frankreich ebenfalls auf viele Jahre mit ihm Waf-fenstillstand (1475). Er hatte doch den Schweizern gelobt,ihnen beizustehen gegen den Herzog; nun gestattete er die-sem sogar freien Zug durch sein Gebiet gegen die Eidsge-nossen. Denn wider die EidSgenoffen war Karl der Kühneam meisten ergrimmt; die wollte er nun beugen und strafen.Er hatte eine einzige Tochter, welche die Erbin seines ganzenLandes war; mit dieser und ihrem Reichthum hatte er denKönig und den Kaiser geblendet. Er wußte dem Einen wiedem Andern Hoffnung zu machen, er werde seine Erbtochterdessen Sohne vermählen. Doch war's ihm kein Ernst damit.

Als er nun freie Hand gewonnen, warb er starkesKriegsvolk in seinen Landen, und in Frankreich und Ita-lien. Da erschraken allerdings die verrathenen Eidsgenossen,und sandten zwei Gesandtschaften ihm entgegen, Frieden undausschließlichen Bund ihm anzutragen und jede Genugthuungzu leisten. Er jedoch verschmähte stolz ihr Anerbieten undzog von Besanxon herauf über das Juragebirg mit sechzig-tausend Mann und großer Macht gegen Grandson, daßsie seine Rache fühlten. Es war im März 1476.