Band 
Zweiter Theil.
Seite
69
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Bäumen aufhenken, mehre Hundert, Andere aber grausaman Seilen im Wasser herumzerren, bis sie ertranken.

Da eilten die Eidsgenoffen, zwanzigtausend an der Zahl,gegen Grandson, ohne Zagen vor des Herzogs dreimal sogroßer Stärke. In der Frühe des dritten Märzes (1476)zeigten sich schon die Luzerner, Schwyzer und Berner Ober-länder als Vortrab in den Rebbergen zwischen dem Ufer desNeuenburgersees und den Bergen des Jura. Nach vollen-detem Gebet geschah ihr Angriff. Festen Schrittes zogenFreiburg und Bern, angeführt vom kriegserfahrnen Hansvon Hallwyl und dem Berner Schultheißen Riklausvon Scharnachthal. Schon war von diesem Vortrab aufdem Blutfelde der schwere Kampf Stunden lang gestritten:da erst zeigte sich im Glänze der Nachmittagssonne dieHauptmacht der nachrückenden Eidsgenoffen auf den Höhen.Es tönte herab der Schall des Unterwaldner Landhorns, dasdumpfe Schlachtgebrüll des Stiers von Uri. Heran wehtendie Banner von Zürich und Schaffhausen. „Was ist dasfür ein Volk?" schrie der Herzog: „Das sind nun die Män-ner, vor denen schon Oesterreich floh!" antwortete der Herrvon Stein. „Weh!" rief der Herzog: „Es haben unsschon die Wenigen den ganzen Tag ermüdet, was soll jetztbei ihrer Menge aus uns werden?" Und Schrecken überfielsein Kriegsvolk, als der blutige Tanz von frischem begann.Umsonst stemmte sich der Fürst seinen fliehenden Leuten ent-gegen. Er hielt sie nicht, sie rissen ihn mit sich fort. Bisin die dunkle Nacht folgte ihnen der Eidsgenoffen Wuthnach. Als die Männer von Bern und Freiburg aber vorGrandson die Erhenkten an den Bäumen sahen, stürmten sieergrimmt hinauf in's Schloß. Zitternd ergaben sich drinnendie burgundischen Krieger. Doch schier Alle wurden ohne