Band 
Zweiter Theil.
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1798) zusammen, doch ohne Zuversicht und Begeisterung derheldenmüthigen Alten. Denn als sie kaum geschworen hat-ten, kam ein Bote von Basel und sprach: „SechshundertMann des Landes sind in unsere Stadt eingezogen; dieBurgen der Landvögte stehen in Flammen; die Unterthanenalle sind frei erklärt!" Da ging Entsetzen über die Herrender Tagsatzung. Sie schieden plötzlich und mit Zittern aus-einander.

Große Bewegung geschah darauf im Schweizerlande, alsman der Obrigkeiten Furcht und Schwäche, und dabei derenWiderwillen gegen die Wünsche des Volks sah. In Schaff-hausen und im Rheinthal, und im Toggenburg, undin der March, und in Wesen und Uznach traten dieAusschüsse der Landleute zusammen, sich selber zu helfen.Die welschen Bogteien jenseits der Berge pflanzten denFreiheitsbaum am Ufer des Tessin mit aufrührerischer Hand.Es ging bald die ganze Eidsgenossenschaft in Verwirrungund Auflösung aus einander. Die Obrigkeiten der Kantone,kraftlos, mißtrauisch und parteiet, handelten jede für sich,ohne Zusammenhang. Und für sich handelte jede Völker-schaft, aber in Meinungen und Wünschen zerfallen. DieEinen, in Unwissenheit und Rohheit, begriffen das Gährender Zeit gar nicht und wollten der gewohnten Ordnung nichtanhangen. Die Andern, mit größerm Wohlstand und Unter-richt, begehrten Gleichstellung der Rechte zwischen Stadt undLand. Andere forderten nur Wiebererhaltung ehemaligerverbriefter Freiheiten. Viele glaubten zwar, ohne BeistandFrankreichs sey nichts zu erlangen; aber die Mehrheit allesVolks verabscheuete mit gerecktem Stolz die Einmischunggewaltthätiger Fremdlinge in vaterländische Dinge.

Inzwischen rückte eine große Kriegsmacht der Franzosenheran. Sie betrat unter ihren Feldherren Brune und