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Schauenburg den Boden der Eidsgenossen, und das Waat»land verkündete sich im Schutz der Fremden unabhängig vonBern. Da sahen die Regierungen des Schweizerlandes, baßnicht länger vorige Herrschaft zu behaupten sey. Luzernund Schasfhause» sprachen ihre Unterthanen frei und ver-banden sich mit denselben. Zürich ließ die Gefangenen vonStäfa los und verhieß Verbesserung der Verfassung zu Gun-sten des Volks. Tausend Freudenfeuer brannten am Zü-richsee in Thal und Berg, als der greise Bodmer aus demKerker der Stadt mit seinen Unglücksgenossen in die Hei-math zurückfuhr. So war noch nie ein Lebender von sei-nem Volke im Sckweizerlande gefeiert worden. Darauf er-kannte auch Frei bürg, daß nun kommen müsse, wofürChenaur geblutet hatte. Und der Rath zu Bern nahmzweiundfünfzig Männer des Landes, als dessen Stellver-treter, zu sich und sprach: Lasset uns zusammenhalten inder Noth.
Alle diese ungeheuren Verwandlungen und Umwälzun-gen waren das Werk von vier Wochen gewesen; alle zuspät. Bern zwar, mit Freiburg und Solvthurn, stellten demandringenden französischen Heere ihre Schlachthaufen entge-gen. Es fehlte nicht an Muth, aber an Kriegszucht undWaffenübung und fähigen Hauptleuten. Von GlaruS, Lu-zern, den Waldstätten und andern Orten kam schwache Hülfe,auch Landsturm, bunt bewaffnet, in verworrenen Haufen,Rosenkränze betend. Aber dieser Zuzug floh bei der erstenbösen Nachricht, ohne den Feind erblickt zu haben. Nun be-reueten die Schweizer und ihre Obrigkeiten von Herzens-grund, daß sie die Kunst der Waffen und des Krieges ver-lernt hatten, und in den Tagen des Friedens geglaubt, dasmüsse immer so bleiben. Nun half ihnen kein Geld, keinVornehmthun, kein eitles Wesen, kein Gebet, kein Rosen-