Band 
Zweiter Theil.
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kränz. Denn der Himmel hilft nur Denen streiten, die fürgerechte Sache zu streiten und zu sterben verstehen; aber dieTrägen in ihrer stolzen Sicherheit verstößt er.

So geschah, daß schon am ersten Kriegstag (2. März1798) des Feindes leichte bewegliche Schaaren Frei bürgund Solothurn einnahmen, und am vierten (5. März)Bern selbst. Vergebens hatten die Berner bei Neueneggunter ihrem Obersten Grafenried siegreich widerstanden,vergebens im Grauholz blutig gestritten. Nun Alles verlo-ren war, flohen die bewaffneten Haufen des Landvolks ver-zweifelnd aus einander, schrieen über Verrätherei, und er-schlugen viele ihrer eigenen Hauptleute.

Die Unglücksstunde aller Schweizer war gekommen.Dennoch, auch in der Noth, wurden sie nicht einig. JedesKantönlein unterhandelte, rüstete und sorgte für sich, unein»gedenk der übrigen. Darum mußten alle verderben. Wonoch Obrigkeiten waren, welche die Freiheit ihrer Untertha-nen zurückgehalten hatten, zauderten sie nicht länger, son-dern sprachen dieselbe mit Kleinmuth und Verzweiflungund Feierlichkeit aus. Man sah, gern hätten sie es nichtgethan.

Jetzt redete Frankreich gebieterisch und sprach: „DieGtdsgenoffenschaft ist nicht mehr. Nun soll das ganze Schwei-zerland ein einziger Freistaat seyn, mit einer einzigen Re-gierung. Die nehme, mit den gesetzgebenden Räthen, vomVolk erwählt, ihren Sitz in der Stadt Aarau. Jeder hatkünftig gleiches Recht im Lande und vor dem Gesetz, erwohne im Dorf oder in der Stadt. Die Bürger in Urver-sammlungen ernennen ihre Verwalter, Richter, Obrigkeitenund Gesetzgeber. Die Regierung wählt, zur Vollziehungder Gesetze, Statthalter und Beamte in den Kantonen."