Und alles Land ward darauf in achtzehn Kantone zer-theilt, die sollten ohngefähr von gleicher Größe seyn. Darumwurde das alte Gebiet von Bern in vier Theile geschieden,in Waat, Oberland, Bern und Aargau. Hinwiederverknüpfte man mehre kleinere zu einem einzigen, wie Uri,Schwyz, Unterwalden und Zug zum Kanton Waldstätten,oder St. Galler-Land, Appenzell, Rhetnthal zum KantonSäntis, der also genannt ist vom höchsten Appenzeller-berg. Ehemalige Unterthanenlande der Eidsgenossen, wieBaden, Thurgau, Lugano und Bellinzona, bildetenneue Kantone; Wallis auch wurde als ein solcher aufge-nommen, Graubünden nur eingeladen zum Beitritt; hin-gegen Genfund Mühlhausen vom alten Verein losge-rissen und dem Gebiet Frankreichs einverleibt.
So schalteten die fremden Sieger im Schweizerlande,welches von da an helvetische Republik geheißen ward.Und sie trieben große Brandschatzungen von den ehemaligenHauptstädten ein, schleppten die aufgehäuften Schätze derStädte Bern, Zürich und Freiburg fort und entführten vieleder alten Rathsherren, auch Andere, welche dem Bestand derneuen Einrichtungen gefährlich schienen, in die französischenFestungen; und wieder andere achtbare Männer führten sieals Geißeln fort für die Geldzahlungen, welche sie von denreichen Städten forderten.
Aber die Völkerschaften des GebirgS von Uri, Nid»walken, Schwyz und GlaruS, uralter Freiheit Genossen,sprachen: Mit Kampf und Blut haben unsere Väter dasedle Kleinod der Unabhängigkeit gewonnen; so wollen wires nicht verlieren, denn in Kampf und Blut!" Und als siean ihren Grenzen an der Schindellegi und auf dem Etzelim Angesicht der französischen Schlachthaufen standen, schwo-