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ren sie den Bund der Todestreue mit ihrem Landeshaupt»mann Aloys Reding. Darauf ward herzhaft, doch ohneGlück, gefochten bei Wollrau und an der Schindellegi;denn der Pfarrer von Einsiedeln, Marianus Herzog,welcher die Einsiedler auf dem Etzel befehligte, floh zaghaftvon diesem Berge. Allein Aloys Reding zog sein Kriegs-volk am Rothenthurm zusammen, nahe am Siegeöfeldevon Morgarten. Da geschah ein großes, blutiges Treffen.Die Hirten stritten, des Ruhmes ihrer Bäter werth undsiegreich, wie sie. Drei Mal erneuerten Frankreichs Schlacht-haufen den Kampf; drei Mal wurden sie geschlagen undverfolgt bis Aegeri im Zugerland. Eö war der zweiteMaitag. Bei zweitausend Leichname der Feinde bedecktenden sieggeweihten Boden. Ruhmreich auch kämpften dieWaldstätte folgenden Tages bei Arth. Aber die Kraft derHelden verblutete an ihren eigenen Siegen. Darum schlof-fen sie Vertrag und traten, mit Schmerz in der Brust, indie Gemeinschaft der helvetischen Republik ein.
So endete der alte Bund der Eidsgenossen. Vierhun-dert und neunzig Jahre lang war er bestanden; in vier undsiebenzig Tagen zertrümmert. Er siel, einer Auflösung nahe,doch keiner so schmählichen werth. Sein Kampf gegenFrankreichs welterobernde>Heeresmacht glich dem Kampf dessterbenden Greises, der mit erstarrender Faust noch dasSchwert nimmt, nickt mehr um den letzten Funken des Le-bens, sonder» nur noch die Ehre zu verwahren.
Sag' an, o Schweizermann, waö hat deine hohen Felsen-wälle niedrig, die undurchdringbaren Bergschluchten offen, dieweiten Seen, die reißenden Ströme durchgänglich, die Waffender Zeughäuser stumpf und die Geldsummen im Schatz derStädte unfruchtbar gemacht? — Lernet, ihr Gewarnten!