Band 
Zweiter Theil.
Seite
87
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Die Schweizer vernichte« Napoleons Dermitte-lungsurkunde und zerfallen, bis abermals fremdeMächte die Zerwürfnisse entscheiden, mit Gründungeiner neuen Eidsgenossenschaft von zwei undzwanzig Kantonen.

(Vom Jahre I8l4 bis I8IS).

Da nun unter den Siegen der verbündeten Könige derThron des gewaltreichen Napoleons wankte, sprachen dieWeiser» unter den Eidsgenossen: „Jetzt ist der Tag gekom-men, an welchem des Vaterlandes Unabhängigkeit und Ehreneu aufzurichten ist. An den Grenzen kämpfe, sieg' odersterbe unsere Jugend für Unverletzbarkeit des Schweizerbo-dens, während unsere versammelten Abgeordneten in Züricheinen neuen Bund der Eidsgenossen gründen sollen, ein Werkvaterländischer Weisheit, für das Bedürfniß des Jahrhun-derts. Dann, doch nicht früher, verschwinde die Napoleoni-sche Vermittelungsurkunde, das Zeugniß unserer ehemaligenZwietracht und Schwäche."

So sprachen sie. Nicht also Viele aus den Geschlech-tern der vormals herrschenden Städte. Viele wünschten dieHeere der Fremden auf Schweizerboden zu sehen, um unterSchutz und Schrecken derselben eine Eidsgenossenschaft derdreizehn Orte herzustellen, mit Dienstbarkeit und Herrschaft,dergleichen im Jahr 1798 blutig verschwunden war.