Band 
Zweiter Theil.
Seite
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Man hörte von heimlichen Umtrieben und Unterhand-lungen mit den Fremden. Dann unerwartet, nachdem kaumdie feierliche Erklärung schweizerischer Unparteisamkeit durchdie Tagsatzung ergangen war, geschah der Befehl zum Rück-zug der streitfertigen Schlachthaufen von den Grenzen. Dieösterreichischen Schaaren zogen mit klingendem Spiel in ge-drängten Haufen (2t. December 1813) über den Rhein, durchBasel, Aargau, Solothurn, Bern und andere Landschaf-ten, dem Gebiete Frankreichs zu. In Unwillen und Bestür-zung sah das Volk sie vorüberwandern. Die eidsgenössischenSchlachthaufen standen in der Ferne; die meisten vollerScham, Ingrimm und Schmerz. Den langen Zug der Frem-den bezeichneten Fieber und tödtliche Seuchen. Manchesweiland frohe Haus ward öde.

Bern aber, die Stadt, als sie die zahlreichen Kriegs-haufen der Deutschen erblickte, hob zuerst die NapoleonischeVermittelung auf, und erklärte sich für die Oberherrlichkeitund Macht, welche sie vordem im Lande genossen. DasVolk, überrascht, und im Glauben, solches sey das Gebotder deutschen Sieger, deren Fahnen es sah, schwieg in ban-ger Erwartung. Die Städte Solothurn und Freiburgfolgten dem Beispiel Berns; bald auch Luzern. In Zürichhob die Tagsatzung nun auch die Kraft der NapoleonischenVermittelung auf, durch welche sie beisammen war, und ent-warf die Grundlagen eines neuen Bundes der neunzehneidsgenössischen Staaten (29. Christin.).

Doch nicht dies, sondern Wiederkunft einer Eidsgenos-senschaft der dreizehn Orte wollten einige der ehemaligenRegenten. Dafür bewegte man die Urkantone im Gebirg.Darum hatte man die Kantone Waat und Aargau geheißen,unter Bern zurückzukehren (24. Christin.). Waat und Aar-gau wiesen aber das Ansinnen beharrlich ab.