Band 
Zweiter Theil.
Seite
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Und nun lösete sich abermals gesammte Eidsgenossen-schaft in innern Entzweiungen verworren auf, während dieverbündeten Kaiser und Könige zu Paris einzogen, denüberwundenen Napoleon auf das Eiland Elba verbanntenund Ludwig den Achtzehnten, als König von Frankreich,auf den Thron seiner Vater einsetzten. Noch ward in Zürichdie Tagsatzung, welche neuerdings aus Abgeordneten allerneunzehn Kantone (6. April 18l4) zusammengetreten war, daSeinzige schwache Band, welches das gänzliche Auseinander-gehen des BundeSstaates verhütete. Mißtrauen, Feindschaftringsum; Geschrei zur Vernichtung und Zerstückelung allerseit sechzehn Jahren selbstständig und frei gewordenen Theileder Eidsgenossenschaft. Zug forderte vom Aargau einenTheil der ehemaligen Freiämter; Uri vom Kanton TessindaS Livinerthal; GlaruS vom Kanton St. Gallen dieLandschaft Sargans; der gewesene Fürstabt PankratiuSseine vormaligen Gebiete und Herrlichkeiten im Thurgau undSt. Gallerland; Schwyz und Glarus vereint, die GebieteUznach, Gaster, Wesen, und Ersatz für vielerlei gehabteRechtsamer Unterwalden, Uri, Schwyz vereint, ähnli-chen Ersatz für oberherrliche Rechte, die sie im Aargau,Thurgau, St. Gallischen und am Tessin genossen hatten.

So verlangten Andere wieder Anderes. In Bündenhinwieder begehrte eine Partei die Losreißung RhätienS vonder Eidsgenossenschaft; eine andere zog mit einigen HundertBewaffneten über das Gebirg zur Wiedereroberung ClävenSund Veltlins (4. Mai), wurde jedoch von dreitausend Oester-reichern zurückgewiesen.

In diesen Stürmen erschienen Zürich, Basel undSchaffhausen am unbefangensten; Waat und Aargau,durch begeisterte Entschlossenheit ihres Volks, der erworbe-