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So wie einst der riorbamerikanische Freiheitskrieg, hatnackmals auch die französische Staatsumwälzung in Europadie lebendigste Theilnahme und Meinungsspaltung erregt.Diese Lebendigkeit kam wahrlich nicht daher, weil m«ndie Amerikaner oder Franzosen persönlich liebte oder hatte;sondern weil in jenen Kriegen um jedes einzelnen Europä-ers unmittelbares Gut gekämpft ward, so daß jederStreich, jenseit des Weltmeers oder Rheins geführt, auchdas Herz des Mannes in den Alpen und Karpathen, an derElbe und Tiber traf. Dies unmittelbare Gut jedes Sterb-lichen war sein vergängliches oder ewiges Reckt, das er vonder Welt oder von Gott hatte und ihm oom Herkommenoder von der gesunden Bernunft geheiligt war. Wenn Ruß-land und die Pforte um den Besitz der Bulgarei und Wal-lachei Schlachten um Schlachten liefern, regt sich Niemand.Wenn aber eine britische Flotte Kopenhagen bombardirc undWashington zerstört, zucken schon viele Millionen Herzen imUnwillen, nicht wegen des einstürzenden Gemäuers, sondernwegen eines zusammenstürzenden Rechtes.
Nie kam den deutschen Völkern in Sinn, gleich denFranzosen, Thron und Altar zu vernichten; aber das Ge-rechte kam ihnen in Sinn, was in Monarckieen wie in Frei-staaten gelten sollte, nnd stand plötzlich vor ihrem Geiste.Die französische Republik, verabscheut durch die Greuel,welche sie geboren hatte, verschwand; aber die Ideen dessen,was gerecht und wahr ist und bleibt, die blieben in allerVölker Gemüth.
Dann übernahm Napoleon, als französischer Kaiser,die Rolle. Man bemerkte häufig, daß dieselben Personen,welche an Frankreich als Republik, auch an Frankreich alsKaiserthum lebhaften Antheil nahmen, weil sie von daher