Buch 
Beschreibung der in England seit 1759. angelegten, und jetzt gröstentheils vollendeten schiffbaren Kanäle, zur innern Gemeinschaft der vornehmsten Handelsstädte : Nebst einem Versuch einer Geschichte der inländischen Schiffahrt, und aller, bis jetzt, in- und außerhalb Europa bekannten schiffbaren Kanäle / Von J. L. Hogrewe ...
Entstehung
Seite
109
JPEG-Download
 

zwiſchen Orford und Lichfield. 10

mit Inbegriff der Waſſertiefe, 14 Fuß hoch, hat die Geſtalt einer aufrechtſte-henden Elypſis, und an der einen Seite einen 3 Fuß breiten Ziehpfad, welchermit einem hoͤlzernen Gelaͤnder befriediget iſt, ſo daß, da es wegen der Kuͤrzedes Kanals nicht ganz dunkel darin iſt, die Schiffe mit Menſchen oder Pferdendurch ſelbigen gezogen werden.

Die große Verſchiedenheit des Durchſchnitts, die man an dieſem unter—irdiſchen Kanal wahrnimmt, liegt an der Unentſchloſſenheit des Baumeiſters,der, nachdem der erſte Theil von 104 Fuß faſt fertig war, einſahe, daß, wenner dem Kanale weniger Breite und einen andern Durchſchnitt gaͤbe, anſehnlicheKoſten zu erſparen ſtuͤnden, ohne daß er Gefahr liefe, ſeine Abſicht, die Schiffemit Pferden durchzufuͤhren, zu verfehlen.

Die Schleuſen, die auf dieſem Kanale liegen, und wovon Tab. IV. Fig. 7. Tab. IV.und g. die verſchiedenen Grundriſſe, Fig. 9. den Durchſchnitt nach der Laͤnge Fig. 7.des Umlaufs, ſo wie Fig. 10. den Standriß und Durchſchnitt nach der Laͤnge 8. 9. 10.der Schleuſe vorſtellen, ſind ſowohl wegen Verminderung der Erbauungsko—ſten, als auch zu Erſparung des Waſſers, ſehr klein eingerichtet, und reichennur eben zu, daß ein, zu dieſer Fahrt beſonders eingerichtetes Kanalſchiff, mitſeinem Steuer, darin Raum findet. Zwiſchen den Thuͤren ſind dieſe Schleu—ſen 80 Fuß lang und durchgehends 7 Fuß z Zoll breit; ſo, daß ein oben 7 Fußbreites Schiff nur 12 Zoll Spielraum behaͤlt. Sie ſind durchaus von Backſteinenerbauet, nur daß die Ecken mit Quadern beſetzet ſind, und die halb zirkelfdrmigeFallmauer damit verkleidet iſt. Der Fall dieſer Schleuſen iſt gewohnlich zwi—ſchen 6 und 9 Fuß, und richtet ſich nach der Gegend und der ſchicklich gefun—denen Eintheilung des ganzen Gefaͤlles. Die Fallmauer A iſt nach einem hal—ben Zirkel abgerundet, und gehet lothrecht hinunter. Damit aber auch ſolchedurch den Stoß der Schiffe nicht beſchaͤdiget werde, ſo iſt in deren Mitte eingerade aufſtehendes Holz oder Eiſen befeſtiget, welches den Stoß aufnimmtund leicht erneuert werden kann. Der Grund der Schleuſen iſt, wie Fig. 7.zeiget, mit einem Roſt verſehen, der nach Beſchaffenheit des Erdbodens, mit meh-rern oder wenigern Grundpfaͤhlen und Kernwaͤnden verwahret iſt. Ueber dieſeutO 3 Roſt