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Beschreibung der in England seit 1759. angelegten, und jetzt gröstentheils vollendeten schiffbaren Kanäle, zur innern Gemeinschaft der vornehmsten Handelsstädte : Nebst einem Versuch einer Geschichte der inländischen Schiffahrt, und aller, bis jetzt, in- und außerhalb Europa bekannten schiffbaren Kanäle / Von J. L. Hogrewe ...
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111
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zwiſchen Oxford und Lichfield. 1II

An einigen dieſer Schleuſen ſind Umlaͤufe angebracht, die um die ganzeSchleuſe gehen, wie Fig. 8, im Grundriß, und Fig. 9. im Durchſchnitt zeiget.Der obere Theil deſſelben iſt ſo hoch als die Waſſerflaͤche des obern Kanals,und faͤllt ſo weit herunter, daß der untere Theil ſich etwa 2 Fuß hoch uͤber demHorizont des untern Waſſers befindet, damit, wenn das obere Waſſer ſeine feſt—geſetzte Hohe uͤberſteiget, durch dieſen Umlauf, das uͤberfluͤſſige Waſſer in denuntern Kanal ablaufen konne. Im Durchſchnitt, Fig. 9. iſt die verſchiedeneAusmauerung des Bodens von dieſem Umlauf, angezeiget, deren einziger End—zweck iſt, die Gewalt des herunter ſchießenden Waſſers, ſo viel wie moͤglich, zubrechen.

Da ich vermuthe, daß unter meinen Leſern vielleicht einige ſeyn werden,denen es an Gelegenheit gefehlet hat, ſich eine genaue Kenntniß von dem ſoge—nannten Spiel dieſer Kaſtenſchleuſen zu erwerben, ſo halte ich es fuͤr Pflicht, zuihrer Befriedigung, bey dieſen zuerſt davon vorkommenden Figuren, in der Kuͤrze zuerklaͤren, wie, mittelſt dieſer Schleuſen, die Schiffe von einem niedern Kanal ineinen höͤhern herauf, oder von dieſem in jenen herab ſteigen.

Wenn ein Schiff von unten herauf ſteigen will, ſo faͤhret es, weil die un-tern Thuͤren B, alsdann offen ſtehen, in die Schleuſenkammer A B Fig. 8.und 10. ein, hinter ihm werden dieſe Thuͤren zugemacht, und die, forn an denUmlaͤufen, C Fig. 7. befindliche Schuͤtten D in die Hoͤhe gezogen, damit dieSchleuſenkammer aus dem obern Kanal ſo hoch mit Waſſer angefuͤllet werde,bis es den Hortzont deſſelben erreicht hat. So wie nun dieſes Waſſer in derKammer nach und nach hoͤher wird, ſo ſteiget auch das Schiff mit ſelbigem bisoben hinauf. Hierauf wird die obere Thuͤr A um ſo mehr mit aller Leichtigkeitgeoͤfnet, weil das Waſſer an beiden Seiten gleich hoch ſtehet; und das Schiffgehet ſodann durch ſelbige in den obern Kanal ein. Will ein Schiff heruntergehen, ſo wird, wie vorher, die Kammer A B bis zur Hoͤhe des obern Waſſersdurch die Umlaͤufe angefuͤllet, das Schiff gehet durch die obere geͤfnete Thuͤr A indie Kammer, dieſe wird alsdann geſchloſſen, und die Schuͤtten in den unterſten