124 Beſchreibung des Kanals
terſuchung dieſes Entwurfs anſtellen, und ſolchen in der Folge nochmals durchHrn. Smeaton, mit Zuziehung des Hrn. Brindley, nachſehen.
Alle dieſe Unterſucher bezeugten, daß keine Gegend des Koͤnigreichs, ei-ne natuͤrlichere und geſchicktere Lage zu einer inlaͤndiſchen Schiffahrt und Verei—nigung der Irlaͤndiſchen- und Nord-See habe, als dieſe, und daß dieſer Land-ſtrich derſelben vorzuͤglich benbthiget ſey. Der Herr Brindley that den Vor—ſchlag, dem Kanal, im Boden, 12 Fuß Breite, und 3 Fuß Waſſertiefe zu geben,und ſolchen, um den groͤſten Theil der Bruͤcken zu erſparen, bey den Durchfahr—ten nur 22 Fuß tief zu machen; und erbot ſich alsdann, an dem Theile des Ka-nals, zwiſchen der Merſey und Herecaſtle, fuͤr 700 Pfund Sterling, jede Meileganz fertig auszugraben, das dazu erforderliche Land anzukaufen, Bruͤcken,Schleuſen und Waſſerleitungen zu erbauen, den Ziehpfad zu machen, und uͤber—haupt alle Koſten, ausgenommen die, welche die Erhaltung der Parlementsacteerfordern wuͤrde, zu ſtehen. Die Verfertigung des unterirdiſchen Kanals, beyHerecaſtle, ſchaͤtzte er auf 10.000 Pfund Sterling, und rechnete, zwiſchen hierund Wildenferry, auf jede Meile, rodo Pfund Sterling, ſo daß nach dieſemAnſchlage, die Koſten des ganzen Unternehmens ſich auf 101.000 Pfund Ster—ling belaufen wuͤrden.
Doch die Ausfuͤhrung dieſes Vorhabens wurde eine Zeitlang durch dieStreitigkeiten verhindert, die aus den verſchiedenen Meinungen entſtunden, wodieſer Kanal in die Merſey und Trent einfallen ſollte.
Die Eigenthuͤmer der Schiffahrt auf der Weaver und Trent, gabenvor, daß viele Koſten erſparet, und vieles Land verſchonet wuͤrde, wenn derKanal, bey Northwich, in die bis dahin ſchiffbare Weaver, welche in dieMerſey ausfließet, und bey Burton, in die Trent fiele Die Unternehmerdes Kanals behaupteten hingegen, daß, da ſo wohl die Weaver von North-wich ab, als auch die Trent, unterhalb Burton, viele ſeichte Stellen haͤtten,und oͤfterer Ueberſchwemmung unterworfen waͤren, wodurch denn die Schif—-
fahrt