Buch 
Anthologie aus den Gedichten von Ramler, v. Schenkendorf und Neubeck
Seite
136
JPEG-Download
 

136

Durch die Gegend umher ein Hort und Helfer der Siechen.Dennoch fand Hygieens vertrautester Liebling für sein«Krankheit nirgends ein Heilungskraut; bis endlich die Nym-phen

Sein sich erbarmten, und ihm die Genesung am heiligen

Borne

Wieder verlieh'«. Won Neuem begann der Edle zu leben.O, noch Mancher genas durch ihn, durch ihn, der mit Grost-

muth

Stets dem Dürftigen half, und am Schmerzenlager des SiechenLief im Herzen empfand der Erbarmung heiligen Schauer.Menschlichkeit war ihm die heiligste Pflicht. Der Seele des

Biedern

War's schon hohe Belohnung, die dankenden Perlen im AugeArmer Geretteter blinken zu sch'n, und mit ihnen zu dankenJenem erhabenen Geist, der ihn unter den Pflichten des Wohl-thuns

Mitten im Kampf für Menschheit in den besseren Stern jüngstAus der Täuschungen Land abrief. Da weinten die Guten.Er entschlummerte still und sanft, wie der alternden EicheSanft ein Blatt entsinkt, das Iephyr am herbstlichen AbendLeise dem Zweig entweht; so wehte der Engel des TodesAuch sein Leben hinweg; allein empor zu dem Himmel.Leibe, der Greis und das Mädchen, verdankten den stärken-den Quellen

Ihre Genesung, welche mit Heilkraft mischte des EisensGöttergeschenk, als ihre Gewässer noch unter der ErdeDa noch weilten, wo du dem Sänger, o gütige Nymphe,Zeigtest deiner Geschwister noch unerkundete Schätze;

Wo mich ein eherner Wald nmrauscht', und ei» eiserner HimmelUeber mir hing, wo Schauder und Grau'n und ewige Nacht

herrscht.