Aber in lichteren Gängen der unbetrachteten LiefeDeines verborgenen Reichs, Allnährcrin Erde, befand ichJctzo mich an dem Arme der leitenden Göttin. Wir tratenJetzt in den weiten Bezirk der hohen, chemischen Werkstatt,Wo die stille Natur den Krystallen der werdenden SalzeBildung und Schönheit gibt. Mich ergriff Bewundrung, ich
staunte
Bor dem großen Geheimniß der ewigbildenden Schöpfung.Siehe, mir hellte die Göttin den Blick. Ich sahe mit tiefem,Wonnevollen Erstaunen krystallene Wälder, und hohe,Glatte, durchsichtige Felsen, in mannichfaltiger Wandlung,Werden und wachsen. Ein Wink, und eine krystallene WildnißLag in stiller Pracht vor meinem bewundernden Auge.
Aeder der glänzenden Wildniß, in bläulich dämmernder Ferne,Bildeten, gleich den Eispalästen der Gletscher, sich hoheSäulen von Salz, ein Wunder zu schaun! So thürmet am
Nordpol
Scholl' auf Scholle sich auf, und ein wildes Gemisch von ödenEiseilanden erhebt dumpstosend empor in die Nacht sich.BieleS lehrte die Göttin mich hier von der Salze Verwandt-schaft,
Won den Geheimnisse» viel der unergründlichen Schöpfung;And sie begann und sprach zu dem Kenntnißbegierigsn also:Wisse, nicht ohne Gesetze verbinden die salzigen StoffeHier sich unter einander; ein jegliches Lheilchen gesellt sichStets dem ähnlichen zu. Die Natur gab diese GesetzeSeit der Schöpfung Beginn; daher der wandelnden WeltknGroßer Verein, und des Sphärengesangs harmonischer Voll-klang.
Alle Planeten und Sonnen, bevor sie schwebeten diesenkreisenden Lanz, und die Sphären den Chorpsalm donnerten,
stiegen