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Anthologie aus den Gedichten von Ramler, v. Schenkendorf und Neubeck
Seite
147
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Sprossende Farben die Flur, und es thaueten silberne Tro-pfen

Dir von dem duftenden Schleier herab auf junge Molen.

Hierher tragen die Mädchen im Frühlinge Körbe mit Blumen

Dir zum Weihgeschenk, und, vom Wonnegefühl der Gesund-heit

Neu beseliget, kehren, den Chariten ähnlich, sie alle

Wieder zur heimischen Flur in erneuerter Jugend und Schön-heit.

Deinen Urnen entschöpft der denkende Fleiß der Erquickung

Nektar, und ehrt dich im stillen Gebet, und mit dankenden

Hymnen.

Wem die stöhnende Brust einengt die Gewalt der Beklem-mung,

Oder ein stockender Wust das feine Geäder der Lungen

Anfüllt, trinket den Quell, und athmet freier die Lust ei«.

Athmet den Frühlingsäiher, durchwürzt mit balsamischem

Hainduft.

Baden.

Winkt nicht Baden mir dort mit den grauen Ruinen der

Berghöh',

Wo noch wandeln die Geister der alten Heroen im Mondlicht?Die du mit Matthissvn einst die bemoosten Trümmer der

alten

Beste besangst, o Muse, so schön auch Echo die TöneWiederhattet, so viel dein Lied auch Herzen gewinnet,