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militärische Besatzung, Alpenjäger, die nettesten Leute der Welt,das Glück aller Frauen und Mädchen, wahrscheinlich auch einGegenstand der Sorge aller Ehemänner und Väter. Prächtig sehensie aus, wenn so ein paar von einer Streiftour zurückkommen,das Maulthier, das die Last tragen mußte, geht in der Mitte;vorn und hinterdrein marschiren die schlanken Bursche; auffallendsind die übermäßig langen Gewehre, die sie führen. Der phantastischeAufzug würde in irgend einen mexikanischen Jndianerroman desneulich verstorbenen Aimard passen.
Das „Hotel d'Espagne", wo ich wohnte, — unverschämttheuer, wie man es sonst in echt italienischen Städten nicht antrifft,— liegt an einem Hanptplatze; hier spielt am Abend die Regiments-musik, hier bewegen sich Gruppen von Spaziergängern, kurz, alleBewohner der kleinen Stadt haben hier ihren Corso. In denMarkthallen unfern vom Gasthof trifft man auf den für italienischesStraßenleben so charakteristischen „fliegenden" Buchhändler, der hierim Freien, d. h. immerhin unter der schützenden Halle, seineLiteratur ausbreitet, während dicht daneben Liebesapfel, Melonen,Feigen u. s. w. verkauft werden und noch auf derselben Seite einSchuhmachermeister sein pechschwarzes Handwerk betreibt.
In diesen italienischen Gasthöfen ist immer nuten, zu ebenerErde oder höchstens drei bis vier Stufen über deni Stcaßenpflaster,aber im innern Hofe, die eigentlich angenehme Gaststube, einmäßig großes Gemach, dessen Fenster in der Höhe angebrachtsind. Der Boden desselben ist mit pompejanisch rothen Backsteinenbelegt, der Hansrath stammt meist aus frühern Jahrhunderten,und so hat man in diesen Zimmern auf ganz ungekünstelte Weisedas, was man in Deutschland dermalen in doktrinärer Alter-thumssucht erstrebt durch Errichtung mittelalterlicher Weinstuben.In solchen Gaststuben Italiens sieht es heut noch aus wie vorzweihundert Jahren; daß dieselben nicht tapezirt sondern bemaltsind und ihr altes Kamin haben, braucht nicht erst gesagt zu werden.