Buch 
Genius Ernst Wagner's
Seite
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ster des Ander« hin, bis Nachdenken und Fassung gänzlichvertilgt sind, ja die ganze Menschheit zum Fremdling ge-worden ist.

Wir dünken uns niemals weiser, untrüglicher und lie-benswürdiger, als beim ersten Familien- oder Freundesge-spräche nach einer schweren Krankheit. Der Menschfreut sich, daß er wieder im Zirkel leben und mitsprechendarf. Er und seine Reden erscheinen wichtig und gefalle«ihm und Andern wohl. Die letzter» sind froh, ihn gesundzu sehen und geben ihm gern Recht. Etwas davon kommtwirklich auch auf Rechnung der Sanftheit und Munterkeitdes eignen Geistes, welcher sich mit schöner Selbstgefälligkeitauf den Zweigen des neuen Lebensfrühlings wiegt.

Alle Frauen, die einmal zu einer gewissen Rohheitgesunken sind, oder noch darin zu leben scheinen, sind, ichkann ihnen nicht helfen! viel grausamer, als Män-ner von dem nämlichen Bildungsgrade. Man beobachte sienur, wenn z. B. vom Urtheil oder Plane wider die feindlicheNachbarin die Rede ist; oder wenn die Unbarmherzige einarmes hungriges Hündchen mit Prügeln oder mörderische«Würfen aus der Küche jagt. Die Weiblichkeit (so wieick sie das Herz der ganzen Menschheit nennen möchte)macht das Edelste vom Innern des WeibcS aus; eine Auf-lösung der edelsten Theile aber zieht auch die Zerstörung derganzen Menschheit nach sich.