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ES ist mir immer sehr interessant und für das Studiumdes menschlichen Gemüths höchst lehrreich gewesen, zwei kleineKinder über die Darstellung in ihren an sich ungeschicktenMalereien und Zeichnungen mit einander rechten zuhören. Z. B. ob das so eben gefertigte Bild einen Igel,oder eine Kutsche mit vier Pferden vorstellen soll? IhreGründe, welche für Beides gleich gut seyn können, führtenmich oft so tief hinab, daß ich das wunderbare Substratumdes Menschen zu finden hoffte.
Im Menschen wohnt ein himmlischer Ton, durch den erder Gottheit selbst ähnlich wirb. Es ist die Stimme derBarmherzigkeit, wann sie mild, wie Gesang des Himmelsim Frühlingshauche herabweht in des Elends giftige Schauer-höhle. Seht, Menschen! dort hebt der langgequälte Menschsein Haupt nach dem süßen Schall empor) alle Marter sam-melt sich noch einmal in seinem Blick, um in einer einzigenFreudenthräne zu verrinnen!
Was ist doch der stolze Mensch mit seiner Lugend?Der einzige letzte Trost blieb selbst für den Heiligsten im»wer noch dieser: daß die Gottheit ihn nicht belohnen, son-dern als ihr eignes Geschöpf begnadigen,— daß sie, ohneRücklicht auf seinen Werth und Verdienst, als Gottheit,und nur göttlich an ihm handeln will) — daß sie ihn einstnicht in das verzehrende Sonnenlickt der Vergeltung, sondernin den himmlischen Labeschatten ihrer ewigen Barmherzigkeitstellen wird. Könnte ich Armer doch diese Worte in jedes