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Chaussee hinanklomm, gedrängt von tausend Wanderern,beiseite gedrückt von den groben Fuhrleuten, verächtlichlorgnirt von Manchen, die auf dem großen Pferde saßen,und ermattet von Mühe und Angst, — da erschienst du mir,o ländliche Muse, in deiner anmuthigstcn Gestalt und wink-test dem Freunde aus zartem Myrthengebüsch, und kühltestseine Stirne mit deinem himmlischen Kusse, und führtest ihnsanft aufwärts durch ein stilles Thal, den nähern Weg, Daschaute ich fröhlich hinauf und sah mit heiliger Sehnsuchtjene Höhen glänzen, wo du in ewiger Jugend und Lust mitden Seligen wohnest, und bald erblickte ich das Getümmelder weitheruwziehenden Heerstraße schon tief unter mir. Aberplötzlich entschwebte mir deine göttliche Gestalt, — und einhämischer Satyr stieß mich wieder hinüber auf den heißenFahrweg!
Gipfel. So oft ich eine moralische oder physische Ber-geshöhe schon über die Hälfte erstiegen hatte, waren mir alleHindernisse ziemlich gleich unwichtig, und ich wußte bann fastgewiß, daß ich nun hinaufkommen würde, Vom Thale her-auf ziehen wir noch gern langsam und blicken zurück, lassenuns auch allenfalls auf Eseln fortbringen; aber weiter obenwird es anders. — Wer wollte auch in der Nähe des Gipfelsnoch auf den mühsamen Pfad und die Klippen und Dor-nen, die er unter sich hat, zurückblicken? Aufwärts und edelschaut dann der sehnsüchtige Mensch. Die neuen Weltfernenwill er erschauen, die bald vor dem Siegreichen sich ausbrei-ten werden!
Gewitter. Ich habe nie begreifen können, warum soviele der neuern Menschen wollen, daß man sich vor Ge-wittern nicht fürchten soll. Nehmt mir die Furcht da-