dicht fallen, — zu entschuldigen, nämlich über das» was esschon angerichtet hat, oder eben jetzt thut. Dagegen suchter alle Gründe Anderer, — wenn sie behaupten, es kommenickt ganz hieher, sey leicht, thue nichts, oder sey schon vor-über, — sorgfältig zu widerlegen, und zuckt über die Zukunftnoch stets die Achseln, mit einem bedenklichen „Man kanndieß noch gar nicht wissen! Wir wollen'» hoffen! Ja, ja
— aber! Hm, so weit sind wir noch nicht — denn die Wol-ken kamen ja ganz dick und schneckenfett angezogen!" u. f. w.
— Kurz, er schmeichelt dann immer ei» Bischen, weil ernicht ganz traut. — Große und ähnliche Angst fühlte ich auchoft im Mai, wenn viele warme Frühlingstage jeden zartenKeim des Pflanzenreichs hervorgelockt hatten, die Wiesen undFruchtbäume im vollen Blüthenschmucke dastanden, und nunnach einem Gewitter plötzlich eine kalte Nacht eintrat, vorderen Anbruch ich schon manches zarte Gräschen an feuchte»Plätze» untersuchte, und — erstarrt fand! Der Mißmuthdes Landmenschen über einen solchen gewissen Nachtreif grenztdann oft an Gotteslästerung. Aber zu unserer Beschämungfinden wir es am Morgen fast nie so schlimm, als wir träum-ten, und die holde Natur weiß auch mitten in ihrem unbe-greiflichen Vcrnichtungsgange unbegreiflich zu schützen. Grö-ßer aber war meine Bangigkeit nie, als wenn ich sah, wieein schweres Wetter über eine in voller Pracht und Schön-heit dastehende Ernte hereinzubrechen drohte. Ein reicherSegen zeitigte einst rings um mich her in der Fülle desSommers und schien sich schon der Sichel entgegen zu beu-gen. Mir war das Einbringen desselben anvertraut; ich hieltsein Gedeihen und Verderben für das meinige, und sann be-reits auf schnelle Förderung des herrlichen Erntegeschäfts»Da zog über den Wald eine ungeheure Wetterwolke heran.Ich konnte vom Gang aller heute schon vorübergezogenen