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fallen sind, die fünf blutrothen Necken im Kelch derSchlüsselblume, die Shakespeare schon besingt, zum Denkmalder fünf Wunden zu weihen? Mir nannte einst mein eig-nes Kind, das entzückt zwischen duftenden ungeheuer» Sträu-ßen spielte und ihre Süßigkeiten einsog, diese Flecken „fünfblutende Wunden," und behauptete, die Bienen hätten esgethan. Aber mich durchfuhr ein seliger Schauer, als hätteGottes Finger in dem Kinde die Blumen und meine Seeleberührt.
Streben. Wer nach etwas Gutem wirklich strebt, denbehandle man doch ja mit Achtung und lasse ihn ungestört,«»beurtheilt und ungeneckt, bis er siegt oder erliegen muß!Besonders gilt dieß von allen artistischen Tendenzen. Diestrebende Kunst arbeitet sich oft durch dunkle, seltsame Pfadeund Nebelmassen, — und findet sich endlich im Allerheiligstender Natur selbst wieder.
Spazi ergänz. Viele Menschen wollen und könnennicht blos lustwandeln, ohne dabei einen andern, fremdenZweck zu ihrem Hauptzwecke zu mache». Sie müssen irgend-wo auf dem Lande Jemand besuchen, zum Wein, Bier oderMilch gehen, einen Freund begleiten, in Gesellschaft wan-dern, oder wenigsten« eine» Acker besehen. Ich dagegen liebeauf jedem Spaziergange Einsamkeit und gänzliches Ueber-lassen an den Gedanken des reinen Lustwandeln«; ja, ichhasse und vermeide jeden fremden Zweck, den ich noch außerdem Gange selbst beabsichtigen soll'. Ein Berg, Hügel, oderdoch eine beträchtliche Anhöhe ist die Hauptbedingung betallen meinen Spaziergängen. Da ich in Berggegenden gebo-ren, erzogen und alt geworden bin, so fühle ich in jederEbene so lange Angst, Bangigkeit und Langeweile, bis ich