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„Aber in der jetzigen Ohnmacht und Machtlosigkeit lassen Sie, wenn ich„darum bitten darf, im Interesse der Würde des Reiches und seiner Ver-fassung die Reichsgewalt nicht verharren! Sie hat bisher die Bestim-mungen der Verfassung in der Hand, sie hat aber keine Möglichkeit„und Mittel, ihnen Anerkennung und Geltung zu verschaffen." (St.Prot. S. 875.)
Schon in der Sitzung vom 17. Mai 1873 hatte der Herr Fürstv. Bismarck diesen letzteren Gesichtspunkt, auf die Klagen Eckhard's überdie Reichs-Eisenbahn-Verwaltung in Elsaß-Lothringen, als sein nächsteswesentliches Motiv für Errichtung eines Reichs-Eisenbahn-Amtes hervor-gehoben, indem er bemerkte: „Ich möchte dringend bitten, daß die„Freunde des Antrages sich nicht durch das Bedürfniß, den Antrag zu„erweitern, abhalten lassen, den Anfängen zuzustimmen und entgegenzu-kommen, und lieber das Sprüchwort zu beherzigen, daß das Bessere„des Guten Feind ist. Wir können das bisher Vernachläßigte nicht mit„Einem Ruck nachholen. Ich bin im Wesentlichen schon in meinem„Gewissen beruhigt und dankbar, ohne abgefunden zu sein, wenn ich„nur eine Beschwerde-Instanz bekomme für die Klagen, die das Publi-„kum hat, auch gegen Staats- und Reichs-Eisenbahnen — die Klagen„können auch von den Regierungen ausgehen —; selbst wenn nur dahin„gewirkt wird, daß die Reichsbehörde das Betriebsreglement, welches sie„schon lange erlassen hat, endlich zu einer Wahrheit machen, es weiter„ausbilden und seine Durchführung da, wo sie bisher nicht stattgefunden„hat, nöthigenfalls erzwingen kann." (St. Prot. S. 713.)
Diese Machtlosigkeit und das Bedürfniß der neuen Stelle waren zwarnicht Jedermann im Reichstage klar. Aber der Initiativantrag aufSchaffung eines Reichs-Eisenbahn-Amtes war mit 130 Stimmen ein-gebracht und, wenn er auch vielen, namentlich Süddeutschen und Sachsen,als sehr bedenklich erschien, so konnte ihm bei der Wärme, mit welcherder Herr Reichskanzler desselben sich annahm, die Mehrheit nicht fehlen.Der Bundesrath fügte sich und so wurde der Entwurf den 27. Juni1873 Gesetz.
Zum Präsidenten des Reichs-Eisenbahn-Amtes aber wurde HerrScheele, Geheimer Ober-Finanzrath a. D., ernannt, welcher bis dahin in