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Ueber den Entwurf eines Reichs-Eisenbahn-Gesetzes und dessen Unzulässigkeit / von Moriz Mohl
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treffen werde, die man zu bauen sich vornahm; man hatte nichts zuthun, als daß man die Bedeutung des Verkehrs erhob, in dessen Besitzdie seit langer Zeit erbauten Linien sich befanden.

Man brauchte sich auch nicht viel um die mehr oder wenigerschnelle Entwicklung von Handel und Industrie längs der neuen Linienzu bekümmern. Man rechnete darauf, daß man von heute auf morgensich im Besitze eines seit langer Zeit von Anderen entwickelten Verkehrsbefinden werde.

Dieses System wurde zuerst aus die bereits bestehenden Linienangewendet.

Durch Verbindungslinien und durch geschickt combinirten Ankaufbestehender Bahnen hat man es dann dahin gebracht, daß man aufeinmal sich im Besitze von Linien befand, welche den Staatsbahnen zwi-schen bedeutenden Mittelpunkten der Produktion und Consumtion Con-currenz machten.

Folgt hierauf" fuhr der Minister forteine. lange Aufzäh-lung aller Fusionen, welche, so geschickt ins Werk gesetzt, sämmtlichvom Staate genehmigt wurden, und welche diese mächtige Kriegsmaschinebildeten, die mit einem Male als Rivalin der Staatsbahnen und alsfähig, ihren Betrieb zu gefährden, auftrat. Sodann fährt der Be-richt fort:

Es genügte aber nicht, daß die Allgemeine Gesellschaft im Besitzevon Parallel - Linien neben den Staatsbahnen war. Sie mußte auchnoch möglichst dafür sorgen, sich der Frachtgüter am Absendungsortezu versichern, damit der Staat nicht unter den gleichen Verhältnissenden Vorzug vor ihr erhalte.

Folgt eine neue Aufzählung der hiefür von der Privatgesellschaftbereits geschickt getroffenen Maßregeln. Der Bericht fährt fort:

Man kann hieraus abnehmen, wie sehr die Anschläge der Allge-meinen Gesellschaft das Gedeihen der Staatsbahnen bedrohen. Diesehaben bereits euren notablen Theil ihres Verkehrs an sie verloren;aber was sie bis jetzt eingebüßt haben, ist nichts in Vergleichung mitdem, was sie verlieren würden, wenn die Gesellschaft der Kohlenbassinsden Bau der Linien, mit welchem sie sich befaßt hat, zu Ende führte."