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„treffen werde, die man zu bauen sich vornahm; man hatte nichts zu„thun, als daß man die Bedeutung des Verkehrs erhob, in dessen Besitz„die seit langer Zeit erbauten Linien sich befanden.
„Man brauchte sich auch nicht viel um die mehr oder weniger„schnelle Entwicklung von Handel und Industrie längs der neuen Linien„zu bekümmern. Man rechnete darauf, daß man von heute auf morgen„sich im Besitze eines seit langer Zeit von Anderen entwickelten Verkehrs„befinden werde.
„Dieses System wurde zuerst aus die bereits bestehenden Linien„angewendet.
„Durch Verbindungslinien und durch geschickt combinirten Ankauf„bestehender Bahnen hat man es dann dahin gebracht, daß man auf„einmal sich im Besitze von Linien befand, welche den Staatsbahnen zwi-schen bedeutenden Mittelpunkten der Produktion und Consumtion Con-„currenz machten.
„Folgt hierauf" — fuhr der Minister fort — „eine. lange Aufzäh-lung aller Fusionen, welche, so geschickt ins Werk gesetzt, sämmtlich„vom Staate genehmigt wurden, und welche diese mächtige Kriegsmaschine„bildeten, die mit einem Male als Rivalin der Staatsbahnen und als„fähig, ihren Betrieb zu gefährden, auftrat. Sodann fährt der Be-„richt fort:
„Es genügte aber nicht, daß die Allgemeine Gesellschaft im Besitze„von Parallel - Linien neben den Staatsbahnen war. Sie mußte auch„noch möglichst dafür sorgen, sich der Frachtgüter am Absendungsorte„zu versichern, damit der Staat nicht unter den gleichen Verhältnissen„den Vorzug vor ihr erhalte.
„Folgt eine neue Aufzählung der hiefür von der Privatgesellschaft„bereits geschickt getroffenen Maßregeln. Der Bericht fährt fort:
„Man kann hieraus abnehmen, wie sehr die Anschläge der Allge-meinen Gesellschaft das Gedeihen der Staatsbahnen bedrohen. Diese„haben bereits euren notablen Theil ihres Verkehrs an sie verloren;„aber was sie bis jetzt eingebüßt haben, ist nichts in Vergleichung mit„dem, was sie verlieren würden, wenn die Gesellschaft der Kohlenbassins„den Bau der Linien, mit welchem sie sich befaßt hat, zu Ende führte."