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gramme an die Adressaten werden — einer von Chadwick gegebenen Ideezu Folge — Schuljungen (sobool-bo^s), nett gekleidet, verwendet. „Diese„Buben" — sagt ein Bericht von 1872 — „zu drillen, hat nicht wenig„Mühe gekostet; aber sie sind allmälig in eine excellente Ordnung ge-bracht worden. An einem Sonntag des Frühjahrs 1871 ist ein Con-„tingent derselben von der City in London nach der Westminster-Abtei„marschirt, wo der Dekan Stanley eine Ansprache an sie hielt." Auchauf dem Lande besorgen Dorfschuljungen dieses Geschäft. Die K. Tele-graphen-Verwaltung hat an Sicherheit und Schnelligkeit des Verkehrseinen solchen Grad erreicht, daß auf je 1,379 Telegramme nur eine Re-klamation sich ergibt. Die Telegraphen-Gebühren, welche vor der Ueber-nahme auf den Staat nach der Entfernung abgestuft waren, wurden vomStaate allgemein auf 1 Schilling (—35,721 kr.), für den ganzen Umfangder Vereinigten Königreiche und Inseln von 20 Worten, und 3 Pence(— 8,9so kr.) von je 5 Worten weiter gesetzt (Namen und Adressenvom Versender und Empfänger werden nicht unter diesen Worten be-griffen). Die Belieferung geschieht auf eine englische Meile oder, wennder Postbestellbezirk weitere Entfernungen hat, auch auf diese frei. Aufgrößere Entfernungen — wenn der Absender ihre Belieferung durch einenbesonderen Boten verlangt — ist V? Schilling für 2 englische Meilen anBotenlohn zu bezahlen — 17,»so kr. für 0,4?4 deutsche Meile oder41,i s kr. für eine deutsche Meile. Vor der Uebernahme der Telegraphenauf den Staat kosteten die Telegramme in 160,000 Fällen tz-s Schilling,in 3,340,000 Fällen mehr als 1 Schilling bis zu 7 Schilling für 20Worte, und übrigens mit den Austrägerkosten allgemein 1 Schilling undmehr. Der Erfolg war, daß ein Telegramm, das vorher mit der Be-lieferungsgebühr durchschnittlich 1 Schilling 7 Pence (— 56,ss kr.) kostete,im Jahr 1871 mit derselben nur noch 1 Schilling 1 Pence (— 38,70 kr.)kostete. Die Regierung erklärte aber, daß sie die Gebühr von 1 auf1/2 Schilling (auf 17,seo kr.) herabzusetzen gedenke, sobald es ihr gelungensein werde, die Telegraphengebäude so zu erweitern und ihr Personal sozu vermehren, daß sie die enorme Zunahme des Telegraphen-Verkehrs zubewältigen vermöge, welche aus dieser Maßregel sich ergeben werde. Fürdie Zeitungen wurden die Gebühren auf 1 Schilling von 75 Worten bei