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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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Krirbelkrankhkit

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Üichtenkreuztchnabel d.oxi» rurvir*>«trt»).

napnörmiges Nest, besten oberer Rand enger ist als die innere Höhle, wird in den dichtesten Aestenvon Tannen und Fichten febr kunstvoll gewebt, innen febr warm mit Wolle, Federn und Haaren

ausgefüttert und die drei grünlichen, am stumpfen Enderotb punktirten Eier abwechselnd bebrütet. Die Jungenkriechen nach 14 Tagen aus, erkalten sogleich ein dich-tes Dunenkleid und werden sehr schnell flügge. Außerdem gewöbnlichen Fichtenkreuzschnabel (l-oxincurvirostris), desten schönes, in allen Farben spielen-des Gefieder die mannichfaltigstcn Abänderungen zeigt,kommt in Deutschland noch eine zweite, seltenere Art,derKiesernkreuzschnabel (I,oxia Pytiopsittacus)vor, der weit größer und dicker ist, auch einen weitdickern, stärkern Schnabel besitzt, besten Unterkieferweniger gekrümmt ist. Beide Arten find schädlicheFeinde der Nadelbölzer, indem fie die Samen massen-haft vertilgen.

ßtricdelkrankheit ist eine durch den Genuß vonMutterkorn hervorgerufene Vergiftungskrankbeit, welchern trübern Zeiten sebr verbeerende ausgebreitete Epidemien gemacht bat, wäbrend in diesemJabrbundert nur vereinzelte beschränktere Epidemien vorgekommen sind. Der Ausbruch derKrankbeit, welcher übrigens nur nach reichlichem Genuß des entarteten Korns eintritt, scheintdurch mancherlei Nebenumstände noch begünstigt zu werden, insbesondere durch Genuß des neu-backenen Brotes und durch rasches Einbeimsen, Ausdreschcn und Verbacken des kranken Getreides.Einige glauben, daß auch andersartige Berdcrbniß des Roggens die Krankheit bervorrufen könne.Hunger und Elend, wie sie im Gefolge von Misernten auftreten, Kälte, ärmliche, einförmige Nabrung,Diätsebler und Gemüthsbewegungen find wahrscheinlich mitwirkende Ursachen theils sür das Ent-steben der Epidemie im ganzen, tbeils für den Ausbruch der Krankheit bei den Einzelnen. Kinderund jüngere Leute fallen besonders leicht der Krankheit anbeim, wäbrend über 50 Jahre alteT erjonen selten davon betrosten werden; entsprechend nimmt die Krankheit am bäufigsten beiKindern einen tödliche» AuSgang. Die Krankbeit tritt in zwei wesentlich verschiedenen Forme»auf, ebne daß man angeben könnte, durch welche Ursachen der Ausbruch bald dieser, bald jenerSvrm bedingt oder begünstigt wird; doch ist gerade das, was der Krankbeit ibren Namen gegebenat, nämlich das kriebelnde Gefübl in der Haut, besonders der Hände und Füße, beiden Formengemeinsam. Was aber beide dauptsächlich trennt, ist der Umstand, daß bald Krämpfe, baldranb als das bervorstechcndste Krankbeitssvmptom auftreten. Die mit Krämpfen vcrlauBert öorm beginnt, nachdem oft schon einige Zeit vorübergehend Müdigkeit oder plötzlicheserlagen der Muskeln vorangegangen war, mit Schwere des Kopfes, Schwindel, schreckendenräumen, Druck in der Magengrube, Beklemmung, Ameisenkriechen oder Unempfindlichkeit in deram, besonders der Hände und Füße, allgemeiner Mattigkeit und Unrube, Beugekrämpfen an denk* remitäten. Je nach der Heftigkeit der Krankbeit steigern sich die letzten Symptome zu heftigenrennenden Schmerzen, Zittern, Convulfionen und Zusammenkrümmungen der Glieder; dazuTurasse b"Kinnladen- und Rumpsmuskeln, Brustkrämpfe, meist Heißhunger, bisweilen Erbrechen,selbst T‘ ° bet Läbmung der Muskeln des Darmkanals. Auch Fieber, Delirien und

ctlljein a ' ere * treten bisweilen bin;,,. In den schlimmsten Fällen kommt es zu epilepsieäbnlichender ^.E'"kn Kränipfen, allgemeiner Gefühllosigkeit der Haut, Schlafsucht, Tod. In jedem Stadiumvtun. b ^'beit kann dieselbe sich zur Heilung wenden, doch bleiben oft Lähmungen und Berkrüm-Weit fi,r fr und Blödsinn zurück. Durchschnittlich sterben nur 6 — 12 Proc. der Befallenen,beschri b »och ist die brandige Form der Krankheit. Nach ähnlichen Vorboten, wie die derkin ty en ^ n 5®rm, tritt das Gefübl von Eingeschlafensein der Glieder mit heftigen Schmerzenaroß ^ ?^gelbctten entzünden sich, Nagel und Haare fallen aus, dazu kommen Krämpfe undFüße I» den schlimmern Fällen tritt das Gefübl eisiger Kälte an Händen und

und^" , em '. b ' e schmerzen bören auf, aber die Haut wird welk, schrumpft ein, wird gelb, braun. ^ schwarz; oft erheben sich Blasen, die sich öffnen, worauf die Glieder unter Verjauchungselte^"t merten ' Mattigkeit, Durch fälle, Delirien u. s. w. führen dann in kurzem zum Tode. Nurbuk" cmmt es nach bereits eingetretenem Brande unter Abstoßunq der brandigen Tbeile zurB-s'»ung; so Proc. der Kranken geben zu Grunde,un» FamN.n, kexiton. V.

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