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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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114
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114 Künstliche Mineralwässer

System. Einige Apparate haben den Vorzug schnellerer Arbeit, andere den größerer Reinlichkeckund Genauigkeit u. s. w. Wir begnügen uns hier, nur einen vielfach in Anwendung befindlichstApparat zu beschreiben, welcher nach dem Princip von Mackensen und Pollstorf construirt ist.Unsere Abbildungen zeigen diesen Apparat sowol in seiner ganzen Aufstellung wie auch mit einige»Details. A (Fig. 1) ist ein fester Tisch und X ein unmittelbar danebenstehender hölzerner, in-wendig mit Zinkblech oder verzinntem Kupferblech ausgeschlage-ner, geschloffener Kasten. Damit man die innere Einrichtungdieses Kastens sieht, ist ein Theil der Vorderwand binweggenom-men. Aus und 'unter dem Tische A befindet sich der Entwicke-lungs- und Waschapparat; der Kasten X birgt den Gasometernebst Pumpe und trägt an der Seite auf einem halbkreisförmige»Ausschnitte den Sättigungsapparat M. Der Entwickelung^apparat besteht zuvörderst aus dem Kohlensäuregenerator ö'einem topfsörmigen Gefäße von starkem Kupferblech oder Guß'eisen. Dieses hängt mit seinem obern, flantschenartig seitwärtsgebogenen Rande in einem passenden Ausschnitte des Tischblattes,der Deckel X kann mittels mehrerer Schrauben luftdicht auf3 c 'paßt werden. Dieser Generator nimmt die Materialienä» 1Kohlensäureentwickelung, also Kreide oderMagnesit und Schwefel-säure auf. Letztere aber wird nicht unmittelbar mit der Kreideu. s. w. gemischt, sondern ist in dem Gefäße 0 (vgl. auch Fig. 2)enthalten. Dieses Gefäß ist von Blei und endigt unten in ein erttRohre, welches luftdicht in den Deckel des Generators X cing e>schraubt wird. Die andere Oesfnung dieses Rohres endigt un-mittelbar unterhalb des Teckels X; oben hat das Säuregefäßeine Art Stopfbüchse, durch welche mit starker Reibung luftdiöstein cylinderförmiger kupferner, außen mit Blei überzogener u»dinnen hohler Stempel f hindurchgeht. Mittels eines Handgrifiskann man diesen Stempel etwas in die Höhe schrauben undwieder herabprefien. Wenn er die tiefste Stellung, welche i»unserer Fig. 2 gezeichnet ist, angenommen hat, d. h. also, wenn er ganz hineingeschraubt ist, drücktsein unteres, konisch zugcschärftes Ende in die ebenfalls konisch ausgeschlifsene Oesfnung des Ab-flußrohres c und verschließt dasselbe. In diesem Zustande also kann keine Säure aus dem Gefäße0 in den Generator B fließen. Da aber das Abflußrohr o und auch der kupferne Stempel fseiner Länge nach durchbohrt ist und letzterer außerdem bei e dicht unterhalb des obern Deckels

von 0 eine seitliche Oesfnung hat, so steht d^Luftraum oberhalb der Säure mit dem Lust-raume im Generator B in fortwährend^Verbindung; es muß also in beiden Gefäße»derselbe Druck herrschen. Schraubt man nu»den Stempel f ein wenig in die Höhe, I»fließt Schwefelsäure von C nach B, «ndman kann durch Drehung des obern Hand-griffs den Zufluß der Säure sehr genau re-guliren. Im Gefäße 0 ist außerdem ei»Rührwerk X, welches mittels einer dunbden Deckel X führenden Stange von auße»her in Bewegung gesetzt werden kann. DiesesRührwerk dient dazu, die Schwefelsäure i»^dem kohlcnsäurehaltigen Mineral in innigeBerührung zu bringen. Der Deckel X l>»^außerdem noch eine Oesfnung g, durch welche man den Generator mit dem Minerale und den>zur Entwickelung nöthigen Wasser beschickt. Am untern Boden ist ein 8 - förmig gekrümmtes Ab-flußrohr H angebracht, welches an seinem Ende mit einer Schraube Ir fest verschlossen werde»kann; es dient zum Abflusse des verbrauchten Materials. Endlich ist auf dem Deckel X nvÄeine dritte Oeffnung ä (Fig. 1) angebracht, in welche das Gasableitungsrohr für die