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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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129
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Kürbis

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Behandlung besteht in Folgendem. Zunächst suche man durch Ritzeln des eschlundes (mitbem Finger, einem beölten Federbarte u. s. >v.) oder durch starke Gaben von Brechwurzel Er-orechen zu erregen, um das etwa noch im Magen enthaltene Gift zu entfernen; sodann reiche*«", wenn es schnell zu beschaffen, Eisen- oder Zinkfeile, Magnesia (Halbetheelöffelweise »"t lauemRaffer), ferner Eiweiß in Zuckerwaffer, in Ermangelung deffen Milch, Mandelmilch, Molken"• >. w. ~

Saure Getränke (Limonade u. s. w.) sind, als positiv schädlich, unbedingt zu vermeiden,etterhin sind warme Breiumschläge auf Magen und Unterleib, schleimige Getränke und Suppen,aleischbrühe mit Ei u. s. w. nützlich.

. Die chronische Kupfervergistung, welche mitunter bei Färbern, Farbenreibern, An-reichern u. s. w. (durch Vergiftung mit Kupfersalzen) sowie, jedoch seltener, bei Arbeitern in^»bferhütten und Kupferhämmern, bei Gelb- und Rothgießern, Kupferschmieden, Kupferdrehern^ l-^w. (durch Vergiftungen mit metallischem Kupfer) beobachtet wird, hat in der ersten Reiheer Fälle und bei vollständiger Ausbildung anfänglich Uebelkeit, Druck in der Magengrube, Ap-e "losigkeit, Unregelmäßigkeit der Stuhlentleerung, weiterhin Fieber, heftige Schmerzen über deno»Uzen Unterleib, Erbrechen zähen, grünlichen Schleims, stärkeres Fieber und schließlich alleZeichenx,»er Unterleibsentzündung, Durchfälle mit Stuhlzwang, Gelbsucht, ziehende Schmerzen in den»erscheukeln, Krämpfe, Lähniungen u. s. w. znr Folge. Es kann der Tod unmittelbar danach''treten, oder es können sich chronische Verdauungsbeschwerden, Durchfälle und Leberleiden aus-sen, welche nur schwer zu heilen sind oder ebenfalls noch (durch allgemeine Erschöpfung) zumsiihren. Die zweite Art der chronischen Kupfervergiftung durch allmähliche Einfuhr metalli-/ben Kupfers erzeugt ähnliche Symptome und ist nicht selten mit Bleikolik gepaart, da die, welche.bt Kupfereinwirkung ausgesetzt sind, häufig auch mit Blei zu thun haben. Die Behandlung ist» beiden Fällen nur Sache des Arztes und daher hier nicht weiter zu besprechen.

^ Kürbis. Die Gattung Enourlnta L. bildet den Typus der natürlichen Familie der Cucur-,'taceen. Es sind einjährige, rauhe, wasserreiche Pflanzen mit gestielten, am Grunde herz-""migen, außerdem eckigen oder gelappten Blättern. Ranken finden sich seitlich. Die BlütenN°n gestielt in den Blattachseln; sie sind einhäusig. Der Kelch ist glockig, fünfspaltig. Diewine ist glockig. Die fünf Staubgefäße stehen dreibrüderig. Die Staubbeutel sind unbewehrt,''«"drisch, d. h. mehrfach hin und her gebogen. Der Fruchtknoten ist mehrfächerig. Die drei^»"ben sind zweilappig. Die Frucht ist fleischig, ihre Rinde dick. Die Samen sind sehr zahl-verkehrt-eirund, gedrückt, mit einem dicken, stumpfen Rande. Der gemeine Kürbis ist 6.3>o DO. Die Blätter haben oft gelappte Lappen, deren trennende Buchten stark vertieft sind.^je Vlütenstiele sind stumpf, fünfkantig, diejenigen der Früchte dickholzig, niemals ungefurcht.

. le Karpelle treten nie über die Narbe hervor, wo der Kelchsaum abgefallen. Man hat eine»'')e Anzahl von Abarten, zunächst nach der Farbe. Der grüne Kürbis hat eine weiche, glän-ze Haut. Das Fleisch ist stark gefärbt, bisweilen gelb, seine Gestalt ist oval oder mehr walzig,Perseiis abgerundet. Der graue Kürbis hat ziemlich die Gestalt einer Birne. Der weiße^»tbiz ist ebenfalls birnenförmig und dabei so weich, daß sein Gewicht seine Gestalt ändert.Ii?* gelbe Kürbis ist an beiden Enden abgerundet, der grüne Buckelkürbis, einer der größten,e'derstits abgerundet, mit vielen Buckeln, der Maltakürbis rund, mit vielen grünen Flecken^ » Bändern. Eine neuerlich allgemein gebaute Art ist der Potiron der Franzosen, welche'"rige Art Courge oder Courge citrouille nennen, C. maxima Duck., der Riesenkürbis. Ersg?.. abgerundete Blattlappen, welche durch unerhebliche Buchten voneinander getrennt sind. Die^''tenstjele sind walzig, die fruchttragenden dick korkig, niemals gefurcht. Die Karpelle dero""cht treten oft über die Narbe der abgefallenen Kelchkrone hervor. Folgende Abarten sind die^»'einsten: Der gelbe Riesenkürbis. Blau hat ihn bis zum Gewicht von 60 Pfd. Das Fleischlehr schon hochgelb, nach außen zu röthlich. Oft finden sich zwischen den Rippen weißlichesi^ber. Der grüne Riesenkürbis bat immer einen grauen Ton in seinem Grün, bisweilen finden^ ^gar weiße Bänder. Er hält sich sehr lange, bevor er fault, und gilt für ganz vorzüglich.fuT ^ e ' ne 9 r ' me Riesenkürbis hat eine flachere Frucht, welche weniger saftig ist. Dieselbe sollzum März halten. O. Melopepo L., der Turbankürbis, hat stumpf-herzförmige Blätter,^ che meist dreilappig sind. Die Ranken sind ab und zu blattig. Die ganze Pflanze ist viel^.''"''gener, fester, steifer als die vorigen Arten und hat eine ganz besondere Neigung zum Auf-s'^em Die Hauptgestalt der Frucht ist turbanförmig, meist zehnrippig. Nach oben oder untenig. bie Rippen sämmtlich plötzlich verdickt. Man hat auch diese Früchte schildartig gedrückt,iveilen sind sogar die Samen der vier- bis fünsfächerigen, zartfleischigen Frucht buckelig. Dievaus-und Familien - Lexikon. V. 9