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Lotto
Der bairische Staat «dop
Zeit wurde es in Ansbach, Bamberg, Würzburg, München eingeführt,tirte es 1773 und ließ es auf seine Rechnung verwalten. , .
Der verderbliche Einfluß aber, den dieses Spiel auf die Bevölkerung ausübt, hat in ei n ’9Staaten seine Wiederabfchaffung bewirkt. Trotzdem das Volk in arger Verblendung ü& erSchließung der Collecten häufig untröstlich war, hat sich der Fürstbischof Franz Ludwig doch1790 dieser reichen Einnahmequelle in Bamberg und Würzburg entäußert. Im Jahre 1d ^hob der König von Preußen das Lotto in Ansbach aus; in Frankreich wurde es wie diemit dem Jahre 1836 nicht wieder aufgenommen. Leider hat der Beschluß der Reichsversammlu 9zu Frankfurt, das Lotto in allen deutschen Staaten aufzuheben, keine Folgen gehabt. Baiernerst neuerdings (1861) seine Glücksräder zerbrochen; in Oesterreich sind sie noch heute eine Lwirksamsten Ursachen der Demoralisation. * . -h
Die fünf gezogenen Nummern gewinnen, alle andern verlieren. In dem Verhältniß, in 'schem die Lottokasse zu den Spielern steht, ist eine große Verschiedenheit von den Lotterien bemerkn^Waren die Kassen der Lotterien und das spielende Publikum gewissermaßen durch das Bands-Gegenseitigkeit verbunden, insofern hier nur die Vereinigung einer Anzahl von Spielern Vorwitzdie ihre Einlagen nach einem gewissen System der Auslosung unter sich zur Vertheilung bring ^wollten, so sind die Lottokasse und die Spieler völlig gesonderte Personen, und eine gegenftmgBerechnung findet nicht statt. .
Der Spieler besetzt eine oder mehrere der 90 Nummern und erhält, wenn dieselben unterfünf glücklichen Nummern mitgezogen werden, einen von der Lottokasse festgesetzten Betraggezahlt, der immer ein Vielfaches des Einsatzes ist. Der Einsatz ist beliebig, und nur in demder Ueberhäufung einer Nummer behält sich die Lottokassc eine Beschränkung vor. Die j> el ^Parteien, Spieler und Lottokasse, stehen zueinander noch in dem ursprünglichen Verhältniß ^Wettenden. Der Spieler wettet eine Summe darauf, daß eine gewisse Nummer gezogen werdie Lottokasse hält dagegen, d. h. sie wettet, daß jene Nummer nicht gezogen werde. ^ , t
Es gibt in der Art des Besetzens der Nummern eine ziemliche Mannichfaltigkeit. Der «p>^kann eine einzige Nummer besetzen, indem er darauf wettet, daß sie überhaupt mitgezogeijUv(Auszug, ssbratto, sstra); er kann darauf wetten, daß jene Nummer an einer bestimmten 'etwa zuerst oder zu dritt oder zuletzt, gezogen wird (auf den Ruf setzen oder bestimmen)-.^kann zwei Nummern (eine Ambe), drei (eine Terne), vier (eine Quaterne) oder gar fünf ( cQuinterne) besetzen. Oder aber er kann auch auf die in drei, vier, fünf Zahlen enthaltenen 2^' '
Ternen, Quaternen wetten. Alle diese Fälle haben besondere Gewinne, die, wenn die SottoE 1sich allen Vortheils den Spielern gegenüber begeben hätte, sich zu dem Einsatz umgekehrt verhütmüßten, wie die gegenseitigen Wahrscheinlichkeiten zu gewinnen. Da in dem Glücksrade 90 3^ ‘
sind, so ist die Wahrscheinlichkeit, eine gezogene Nummer zu errathen, also oder es ti’ eti,cl
durchschnittlich immer 90 Nummern gezogen werden müssen, ehe eine bestimmte miterscheint. ^ist augenscheinlich, denn keine Nummer hat einen Anspruch darauf, öfter als eine andere 3 e i.- c (zu werden. Die Praxis bestätigt dies auf eine merkwürdige Weise, und das Domino, WürftbVund alle andern vom sogenannten Zufall abhängigen Ereignisse bieten fortwährend Beweise in lR^WEs kommt zwar häufig vor, daß rasch nacheinander von den vielen möglichen Fällen einsich auffällig oft wiederholt; es gewinnt z. B. von zwei Würfelnden der eine zwanzig-, dreiß'Z^,-hintereinander, während die Wahrscheinlichkeit für beide gleich groß ist und das Gewinnen ^ 6nach bei jedem Wurfe wechseln sollte; oder es schlägt eine Karte im Pharo den ganzenfür den Spieler, oder im Domino bekommt ein Spieler funfzigmal hintereinander die Doppel ^und tausend ähnliche Fälle können eintreten; allein das ändert trotzdem nicht die Richtig^,Wahrscheinlichkeitssatzes, denn derselbe bezieht sich nicht auf eine bestimmte Anzahl vonetwa, sondern er drückt, wie alle der Wahrscheinlichkeitsrechnung entnommenen Schlüsse' ^schließliche Resultat aus, welches sich nach einer möglichst langen Zeit aus der Betrachtunginzwischen eingetretenen Fälle ergibt. Wenn also zwei Spieler, die beide mit denselben )tteln ausgerüstet sind, entweder Spiele spielen, welche nur vom Zufall abhängig sind, odereine geistige Thätigkeit, Specnlation mit in Betracht kommt, in gleicher Weise leicht die S ^ „rigkeiten des Spiels überwinden, so werden beim Jahresschluß trotz der manchmal bedcnt^.^,täglichen Umsätze sich bei beiden Gewinn und Verlust so ziemlich immer ausgleichen. Von en ^Gesichtspunkte sind die Zahlenwerthe aufzufassen, durch welche die WahrscheinlichkeitsrechnungMöglichkeit, einen Gewinn zu machen, ausdrückt.