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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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Löwe

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unht W > uat ^ Paarung statt. Da die Löwin meist nur zwei Junge, ein Männchenüb „ ibchen, zur Welt bringt und viele Weibchen beim Zahnwechsel sterben, so finden sich meist^^ählige Löwen, die erbittert um den Besitz der Weibchen kämpfen. Sind sie von gleicherdi/n- dauern die Kämpfe meist bis zum Tode des einen oder beider Ritter. Häufig beendetder V i ? tü ^ n öe dadurch, daß sie die Nebenbuhler in die Nähe eines ältern, stärkern Löwen führt,»im 16 ^wächern Männchen tobtet oder in die Flucht jagt und dann von der Witwe Besitzdem Löwin ergibt sich stets dem Stärksten und verläßt sogleich den bisherigen Gatten

x- . Mr zu Liebe; der Löwe dagegen ist dem einmal gewählten Weibchen treu, jagt und"Mfür dasselbe.

des; Löwen gehen nur des Nachts aus ihren Höhlen, die meist unter überhängenden Felsen sichan "j - machen weite Streifzüge, das Weibchen voran. Bei einem Duar (Araberdorf)N^b^ürmen, legt sich das Weibchen ruhig nieder, während der Löwe über die Mauer in dencj, et 7 die Beute erwürgt, im Rachen davonträgt und der ruhig wartenden Hälfte bringt,

bis ' 16 Vbute zu groß, um sogleich verzehrt zu werden (ein Stier oder Pferd), so wird sie meistin die Nähe eines Bachs geschleppt und dann in den nächsten Nächten gänzlich aufgezehrt,sod k Mutter schwer zu bekommen ist. Sonst tobtet der Löwe jede Nacht ein frisches Thier,^ dß Gbrard den Schaden, den ein erwachsener männlicher Löwe jährlich unter den Heerden der^ br anrichtet, auf 6000 Fr. anschlägt.

UndLöwin trägt ein Jahr. Sie wirft in unzugänglicher Felsenspalte zwei oder drei Jungesür ^ sie während drei Monaten, ohne je das Lager zu verlasien. Der Vater sorgt indessenöer V ^dürfnisse der Familie. Später schlägt er sein Lager in der Nähe auf, da ihn die Spieleöie stören, wacht aber stets über ihre Sicherheit. Die Araber benutzen diese Zeit, um

^ Abwesenheit der Löwin zu ergattern und die noch unschädlichen Jungen zu stehlen. Wehe^ öen Dieben, wenn Vater oder Mutter dieselben auf der That ertappen—die Rache ist furchtbar!

"lter von vier Monaten kommen die Jungen schon bis an den Rand des Waldes dem Futtersich ^u, das die Alten bringen. Zwei Monate später zieht die ganze Familie aus und begibt,^-uf Reisen. Mit einem Jahre beginnen die Jungen schon Schafe und Ziegen anzugreifeny,-. setzen später auch an Kühe und Stiere, die sie aber erst mit dem Alter von zwei Jahren be-bx^brn können. Dieses zweite Lebensjahr der Jungen ist für die Heerden das verderblichste,^ich ^ ^ ten geben den Jungen förmlich praktischen Unterricht im Tödten, wodurch eine Masseb^ .geopfert wird, während später der Löwe nur seinem Hunger gemäß tobtet. Man erkenntb et i Un 9 en Löwen oder die Löwin daran, daß das Vieh nur zwei große Wunden hat, eine von^chl a k 6 au ^ öer Schulter und einen Todesbiß am Halse, während der alte Löwe mit einemErst ^ ^ er das Genick bricht. Im dritten Jahre trennen sich die Jungen von den Alten.Ex leb^ stc ^ en Jahre ist der Löwe vollständig ausgewachsen und hat seine volle Mähne und Kraft.* * —40 Jahre. In Menagerien hat man Löwen 70 Jahre alt werden sehen. Ein aus-

'"wwuer männlicher Löwe erreicht eine Länge von 9 Schuh und ein Gewicht von 600 Pfd.Ouf ^ öem beträchtlichen Schaden, den diese großen Raubthiere anrichten, jagt man sie eifrig undbi verschiedene Weise; am gewöhnlichsten mittels einer Grube (Zubia bei den Arabern genannt),b ’ Fuß tief, oben eine 12—15 Fuß breite Oeffnung hat. Man legt diese Grube umnittel-b a ! r ter der Mauer an, die den Duar umgibt, stellt die Zelte im Halbkreise herum und treibtdi,- während der Nacht zwischen die Grube und die Zelte. Der hungrige Löwe springt überan?°uer und fällt in die Grube, worin er mit Flintenschüssen getödtet wird. Dann legt manWegen, die der Löwe gewöhnlich nimmt, an den Furten und Bächen wo er zu trinken^ g ' Verstecke (Melbeda bei den Arabern genannt) theils unter der Erde, theils auf Bäumen^gt in die Nähe ein todtes Thier, über das er herfällt, während man ihn mit Flinten-^ todten sucht. Einige Stämme psiegen ihn bei Tage im Lager einzukreisen und mitex s»r?^stuer zu füllen, wobei indeß der Löwe meistens einige oäger tödtet und verwundet, ehej« 1 fällt. Gerard pflegte die Wechsel auszukundschaften und sich dort in mondhellen NächtenW ^stbtlen, daß der Löwe gegen ihn bergan kommen mußte. Da das Thier die Gewohnheitblick lcf) einer Katze gleich zum Sprunge auf den Boden zu ducken, so benutzte er diesen Augen-Ä^unr aus sehr kurze Distanz (höchstens 40 Schritte) ihm eine schwere, mit Stahlspitze versehene">4[ rf U0et auf den Kopf oder in die Schulter zu schießen, ein Wagstück, das ihm wol funfzig-b«x gelungen sein soll. Die Kraft des Löwen ist so groß, daß er eine Kuh im Rachen leicht^ägt und sogar einen Graben oder Mauer damit übersetzen kann. Im Caplande hetzt man^ weru Löwen zu Pferde mit starken Hunden.

° und Familien -Lexikon. V.

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