322 Löwenzahn
Er gehört zu den leicht zähmbaren und folgsamen Menageriethieren, zumal wenn er jungeingefangen oder in der Gefangenschaft geboren ist, hat ein treues Gedächtniß für seine 2Bärt el 'und die von ihnen empfangenen Wohlthaten, wird anhänglich an die Person des Herrn wie keu^andere Katze, hat aber einzelne unberechenbare Momente der Wildheit, in denen er blindlingsselbst über diejenigen Personen herfällt, die er am meisten liebt und deren Tod er nachher wirkn .betrauert.
Der Löwe von Guzerate in Ostindien, der keine Mähne, sondern nur lockere Seidenhan»am Halse hat, scheint eine besondere Art zu sein.
Der amerikanische Löwe, Cuguar oder Puma (F. concolor), ist zwar ebenfalls eweinfarbige Katze, am Rücken röthlichbraun, Heller am Bauche, sonst aber dem Löwen durchaus nützähnlich, da er einen runden kleinen Katzenkopf, keine Mähne und Schwanzquaste hat. Er bewolRganz Südamerika bis hoch hinauf in die Felsengebirge und in Texas hinein, wird nur 3^2 tf 11 '’lang und weicht auch im Naturell ganz von dem Löwen der Alten Welt ab, indem er sich tclKatzen anschließt. Er klettert gut, lauert seiner Beute auf Baumästen und an Furten auf,vor dem Menschen, ja selbst vor Hunden und Pferden und wird von den Gauchos mit deingefangen und zu Tode geschleift. . In Mexico und Texas hetzt man ihn mit Hunden auf ein^Baum, von dem man ihn dann herunterschießt, oder ersticht ihn auch mit Lanzen in der Mitte ^Meute, die ihn gestellt. Den Heerden ist er sehr verderblich, da er ebenso mordlustig als feig u'Die Katze kann er selbst dem Geflügel gegenüber nicht verleugnen. In Menagerien ist er ^seltener als der Löwe, seiner schlanken Gestalt sowie des feurigen Ausdrucks seiner Augen weist'aber nicht minder geschätzt als wegen seiner leichten Zähmbarkeit.
Löwenzahn. Die Gattung Taraxacum Juss. gehört unter die Cichoriaceen, AbthöiluNnChondrilleae. Die Hülle ist von zweierlei Art. Die äußern Hüllblätter sind klein und sparrig, ^innern gleich, die Blüten sehr zahlreich. Die Frucht ist vierkantig gedrückt, gerippt, obenhin bücke ^und schuppig bewarzt oder schuppig gestachelt, in einen gleichfarbigen Schnabel ausgezogenüber ihm hinaus in einen weißen Schnabel gedehnt. Die Krone ist federig, der Blütcnbol.
nackt. T. officinale Wigg., der Löw^zahn oder das Pfasfenröhrlein, ist ein ^dauerndes Gewächs mit walzig-spindetst^miger, tiefgehender, bis daumendickerenzel, wclcbe zuleüt mebrköpfig. June«'
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sie hell und fleischig, auch mit einergelben Kernpartie. Sie ist reich an wMilch. Die Blätter sind wurzelständnchbüschelig, meist ausgebreitet, selbst an ^Erde gedrückt, bald kahl, bald von bsHaaren flaumig. Sie sind gcwöh"^schrotsägezühnig - fiederspaltig mit ^eckigem Endzipfel. Allein es gibtAbweichungen bis zur linealen Form-einköpsigcn Blutenstände stehen inRegel zu mehreren am Wurzelkopf.Stiel ist walzig und hohl. Die Köpwfsind groß. Die Außenhülle istaus sparrigen oder angedrücktenSchuppen. Die Blumen sind gelb, £)|lRandblumen größer und oft mit e>n^,braungrünen Bandstreifen äußerlich l ’ ,sehen. Die Früchte stehen zuletzt ntfcf) fl „ )t ;Richtungen ab auf dem gewölbten iboden. Man findet diese Art auf trockenen Rainen, Hügeln, Sumpfwiesen bis in die Alpen ^ ^den größten Theil Europas, in Westasien, Sibirien, Nordamerika, Nordafrika. Die Bli^ ^geht mit Unterbrechungen von Beginn des Frühlings bis in den Spätkorbst, besonder»^etwas feuchten Stellen. Die Wurzel und die Blätter, Radix und Herba Taraxaci,jeher zur Bereitung des Fxtractum Taraxaci, welches unter die bittern lösenden tonischen - >f)1(gehört. Die jungen Blattschosse werden besonders im östlichen Gebiete, in den Ostseeprevn''
Der Löwenzahn (Taraxacum officinale).